Spotlight, der schamanische Scheinwerfer. Diesmal auf unser schamanisches Lexikon geworfen.

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Aus dem Lexikon der Schamanen:
Nagual. Das Unfassbare.

Unendliche Weiten, die noch nie ein Mensch betreten hat. Nun ja, fast nie. Manche Schamanen pflegen innigen Kontakt mit dem Nagual.

Nagual.
Diesen für uns wesentlichen Begriff möchte ich Ihnen hier ein wenig erläutern.

Es wird Ihnen ja vielleicht schon aufgefallen sein, dass wir unsere Richtung Nagual-Schamanismus nennen.

Das weist nun schon einmal darauf hin, dass der Begriff Nagual für uns eine gewisse Bedeutung besitzt.

Einen Teil dieser Erklärung, die Ihnen das Nagual etwas näherbringen kann, finden Sie gleichlautend im kleinen Glossar auf unserer Website.

Das beweist jetzt natürlich nicht, dass sich das Nagual nie verändert. Eigentlich weiß ich jetzt auch nicht genau, was diese Tatsache beweisen soll. Wahrscheinlich liegt die Verwirrung, wie häufig üblich, wieder einmal beim Nagual.

Das Nagual hat so seine ganz eigene Dynamik, mit der es uns bisweilen in ganz ungeahnte Räume stürzt.
Jedenfalls handelt es sich beim Nagual um das sogenannte Unfassbare.

Der Begriff entstammt der Indianersprache Nahuatl und bezeichnet ursprünglich wohl die Nachtgestalt einer Person oder eines Wesens.

Dem steht dann die Taggestalt, das Tonal der Person, gegenüber.

Im Nebel tritt das Nagual ebenfalls in Erscheinung. Es ist nicht der Nebel selbst, aber die Unendlichkeit, die sich in ihm öffnet.

Auf kosmischer Ebene ist das Nagual der unfassbare Hintergrund der Welt, aus dem diese, die Welt nämlich, beständig hervortritt.
Das Begriffspaar Nagual und Tonal stellt ein duales Konzept zur Weltbeschreibung dar, welches selbstverständlich seinerseits wieder nur dem Tonal angehört.
Denn das Nagual entzieht sich per Definition der Beschreibung, und das auch insofern, als es seinem Wesen nach das genaue Gegenteil von Konzept, Materie und Energie darstellt.
Natürlich ist auch der Begriff Wesen in Bezug auf das Nagual nicht wirklich stimmig.

Trotzdem lässt sich das Nagual mit Konzepten der Kraft, die aus dem Tonal stammen, soweit andeuten, dass es für schamanische und magische Welterkenntnis und für das Wirken von Magie und veränderten Zuständen der gewohnten Alltagswelt gut brauchbar ist.

Dieser Satz beschreibt jetzt natürlich nicht die mystische und kosmische Komponente des Nagual. Es ist das unfassbare Gesicht der Schöpfung und darüber hinaus das unfassbare Gesicht des Geistes, oder Gottes, ganz wie Sie wollen.

Der Grund, warum wir unseren Schamanismus als Nagual-Schamanismus bezeichnen, ist der, dass wir uns von neo-schamanistischen Ansätzen abgrenzen wollen, die unserer Meinung nach die ursprüngliche Tiefe des schamanischen Wissens und Wirkens weitgehend auf die Bereiche des Tonal reduziert haben.

Doch sowohl schamanische Magie als auch schamanisches Wissen über die Wirklichkeit unserer Wahrnehmung sind ohne Verständnis des Nagual nur Stückwerk und bleiben an einer Oberfläche des technisch oder rituell Machbaren hängen.

Das Nagual und unser eingebettet Sein in einen archaischen Mythos haben im Übrigen beide auch zentral mit unserem Anspruch und unserer Fähigkeit zur Weitergabe authentischer schamanischer Einweihungen und zur Fortbildung für bereits eingeweihte Schamanen zu tun.

Mit dem Nagual kommen auch jede Menge Spirits und Wesenheiten aus der Natur hervor. Manche sind direkt Teil des Nagual, genauer gesagt der Welt der Kraft, andere Spirits reiten auf dem Nagual wie auf einer Welle der Kraft.

Lesen Sie hier gleich ergänzend die Beschreibung des Nagual aus unserem Website-Glossar:

Das Nagual

Nagual, das Unfassbare, bezeichnet die Schwingung der Welt (oder eben des Bewusstseins) die im Gegensatz zum Tonal, dem Fassbaren, weder Energie noch Materie, weder Konzept noch Gedanke, weder Gefühl noch Körper ist.

Nagual ist der reine Abgrund zwischen Berg und Tal. Der Zwischenraum zwischen den Zaunlatten, aber nicht die Luft und nicht das, was dahinter durchschaut.

Das Nagual entspringt dem Abgrund

Nagual findet sich im Betrachten des Himmels oder eines Flusses wenn sich der Betrachter auf die Unendlichkeit oder Unbegrenztheit des Phänomens bezieht.

Nagual stellt also sozusagen den ungeformten Hintergrund der Welt dar.

Das Nagual kann als kosmische Kraft oder kosmischer Raum erlebt werden. Dabei bezieht sich Kraft nicht auf Energie und der Raum ist unbegrenzt und ohne Abstände.

Jedes Konzept über das Nagual gehört natürlicher Weise dem Tonal an.

Da sehen Sie es wieder:

Über das Nagual können wir einfach immer nur im Tonal sprechen.

Hier sehen Sie das ganze noch einmal aus anderer magischer Perspektive

Unser Beitragsbild oben zeigt Feuergeister und das Nagual der Nacht.

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