RedHOTAction 7
Juli. Eins meiner liebsten Monate, auch wenn mir eine Rückkehr des Junis in diesem Jahr jetzt noch viel lieber wäre. Aber trotz aller schamanischer Bemühungen ist es mir bisher noch nicht gelungen, den Juni Anfang Juli noch zurückzuholen.
Juni wäre nämlich erst Sommeranfang, und dann könnte ich mich noch auf den gesamten Verlauf des Sommers freuen. Aber so befinde ich mich eben schon mitten drin im Sommer.
Das wäre wiederum wohl genau die richtige Zeit, um wild drauflos zu schreiben.
Sie haben wahrscheinlich gerade Urlaub und sicher nichts zu tun. Da bleibt Ihnen doch wohl genug Zeit und Muße um meine schamanische Zeitung zu lesen.
Oder, was natürlich leider auch möglich wäre, Sie haben gerade keinen Urlaub, sind deshalb wahrscheinlich nicht in bester Stimmung und brauchen etwas zur Aufheiterung und geistigen Erbauung. Na, da käme meine schamanische Zeitung ja genau zur rechten Zeit, um Ihnen wieder Wege zu sich selbst und zur Vollkommenheit des Universums aufzuzeigen.
Leider muss ich zugeben, dass meine ganze Flaschenpostsuche nach dem richtigen und ausgesprochen stark motivierten personal assistant nichts gebracht hat, zumindest nicht bis zum jetzigen Zeitpunkt. Deshalb bin ich schon wieder mal gerade in den Dingen des Alltags und des persönlichen Weiterkommens ganz auf mich allein gestellt. Gut so, das erhöht auf alle Fälle meine Resilienz, also die Widerstandskraft, für die wir Schamanen ja ohnehin allzeit berühmt sind.
Trotzdem hat es den einen oder anderen Nachteil. Zum Beispiel kann ich mich nicht zweiteilen, wie es mir mit einem gut ausgebildeten und hingebungsvoll in seiner neuen Tätigkeit bei mir ganz und gar aufgehenden personal assistant möglich wäre.
Da bliebe dann ein Teil dicht bei Ihnen und zugleich inmitten meiner staunenden Redaktion, während der andere Teil, jener, der vorher den personal assistant über seine weitere sinnstiftende und wertvolle Aufgabe genau und ausführlich informiert hätte, sich seinen wichtigen schamanischen Outdoor-Aufgaben widmen würde.
Unter anderem wäre dieser Teil dann auf einem Segelschiff mit nahezu der ganzen schamanischen Ausbildungsgruppe unterwegs und würde sich danach noch eine weitere Woche in ein tief magisches Intensivseminar mit den schon eingeweihten Schamanen und Schamaninnen begeben.
So aber muss ich wohl zuhause bleiben.
Oder aber….ja, ich glaube, so könnte es auch gehen. Ich fahre einfach in den sonnigen Süden und verrichte dort meine vorgesehene Arbeit als schamanischer Lehrer.
Den nicht existenten schamanischen personal assistant lasse ich bei Ihnen zurück und der soll dann die nächsten anstehenden Blogs schreiben.
Oder aber….ja, ich glaube, so könnte es sogar noch besser funktionieren. Um jeglicher möglicher Zweiteilung meiner ja eher ganzheitlich ausgerichteten Person, einfach ganz unvoreingenommen aber entschlossen im Hier und Jetzt verharrend, zuvorzukommen, reduziere ich für zwei Wochen die Ausgabe der Blogs und sende Ihnen statt dessen nur Fotos zu. Das kann ja der personal assistant übernehmen, auch wenn er noch gar nicht existiert. Aber das ist eben auch nicht so viel Arbeit, das kann ich ihm wohl schon noch zumuten.
Deshalb wird die schamanische Zeitung jetzt von 8. bis 21. Juli in eine Art Sommer-Dornröschenschlaf verfallen, und sich nur bildhaft zeigen.
Vierzehn Tage lang müssen Sie also Ihre Ungeduld bezähmen und Ihre Erwartungen und Hoffnungen schüren.
Ein türkisches Sprichwort besagt, mit der Liebe und der Trennung verhalte es sich genauso wie mit dem Feuer und dem Wind. Ein bisschen fache es an, und zu viel bringe es zum Erlöschen.
Zwei Wochen werden wohl eher anfachend wirken, da bin ich mir ziemlich sicher.
Kaum also hatte ich diesen Beschluss gefasst, kam mir auch schon mein sehr eigenwilliges schamanisches Unbewusstes in die Quere. Es verfasste nämlich sofort ganze Reihen von Blogs, die sich über einige Wochen erstrecken mussten, um schließlich zu ihrem guten und starken Ende zu finden.
Für solche Blogs ist eine zweiwöchentliche Unterbrechung natürlich sozusagen das reinste Gift, Feuer und Liebe hin oder her.
Auf alle Fälle wird das für den Sonntagsblog und für die Leckerbissen am Samstag zutreffen.
Ich muss also wohl auf meine schamanische Tätigkeit im Süden für dieses Jahr ganz verzichten.
Oder aber, …ja, so könnte es schließlich doch funktionieren, ich habe eine geniale Idee, die Ihnen hoffentlich ebenso gut gefallen wird wie mir. Diese Idee lautet nun in etwa so:
Ich mute es Ihnen einfach zu, mit ganzer Aufmerksamkeit meine Blogs zu verfolgen und sie entweder einfach mit Ihrem phänomenal guten Gedächtnis Wort für Wort und Satz für Satz und Silbe für Silbe vollständig in Erinnerung zu behalten oder aber, falls Ihnen Ihr Gedächtnis eben ausnahmsweise gerade in diesem Sommer aufgrund diverser Ablenkungen und Vergnügungen seinen hier mit mir klar abgemachten Dienst etwa verweigern sollte, meine Blogs eben zur Not einfach Stück um Stück wieder nachzulesen und sich so zumindest eine Art Brücke über die zweiwöchige geistige Durststrecke zu bauen, welche ich Ihnen im Interesse meiner schamanischen Gruppenleitung jetzt eben werde zumuten müssen.
Verzeihen Sie mir bitte die zweimalige Verwendung des Wortes zumuten. Das ist zwar tatsächlich in sich schon eine gewisse Zumutung, aber ich finde den Begriff zumuten als mit der systemischen Therapie recht vertrauter Zeitgenosse einfach zu ansprechend, um auf diese Wiederholungen jetzt verzichten zu können.
Davon abgesehen heißt der oben stehende Absatz im Klartext:
Ich werde in den Süden fahren und arbeiten, und Sie müssen sich eben während dessen merken, was in den fortlaufenden Blogs inhaltlich und stimmungsmäßig geschah und geschieht.
Ja, so könnte es gut klappen.
So wird es jetzt wohl geschehen müssen.
Wir werden uns im Juli also nur kurz und dafür umso schöner hören.
Allerdings macht das gar nichts.
Falls Sie die Sehnsucht nach mir und meinem schamanischen Wissen packt, können Sie ja jederzeit gern vorbeischauen und mich einfach einmal spontan besuchen.
Meine Lehrschamanin Wilma nimmt normaler Weise die dafür notwendige persönliche Anmeldung entgegen.
Auf alle Fälle freue ich mich schon, wenn wir uns wiedersehen oder wiederlesen…., hier bei mir oder dort bei Ihnen, aber jedenfalls mitten im schamanischen Sommer.
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