Der schamanische Leckerbissen 8
Um schließlich mehr zu wissen, kehren wir in diesem Teil des Leckerbissens wieder nach Afrika und in die Wildnis zurück. Doch diesmal erblicken wir sie von ganz anderer, nämlich durchaus verwandelter Seite. Lesen Sie hier, wie die Geschichte weiterging:
Die dritte Deutung ist komplizierter, jedoch sehr aufschlussreich.
Sie bezieht sich auf die strukturellen Elemente der Geschichte:
Da wäre zum einen der Kessel, ein typisches Symbol für schamanisches Wissen und Handeln.
Dann das Wort schmackhaft, das selbst durch den kleinsten Fehler beim Abschreiben sofort zum Wort schamackaft mutiert. Schamackaft erinnert mich und Sie wohl auch, verehrte Leserin, an Schamanenkraft.
Und das wäre dann auch schon die überraschende Lösung des ganzen Geheimnisses.
Die Geschichte meines Ururgroßvaters ist in Wahrheit eine durch und durch schamanische Geschichte. Er kochte nicht Großwildjägereintopf, sondern vollbrachte wirksame und in ganz Afrika berühmte schamanische Rituale, in deren Verlauf er sich mitunter auch in einen Löwen, vermutlich seinen schamanischen Geisthelfer, oder vielleicht auch seine Nagualgestalt, verwandelte.
Hier sehen Sie meinen Ururgroßvater in seiner Nagual-Löwengestalt durch die Savanne flitzen. Nacktheit ist übrigens unter Löwen völlig normal und kein Grund für irgendeine Art von Beanstandung.
Leider war es wirklich sehr schwierig, ein Bild des verehrten Ahnen in Menschengestalt aufzutreiben. Schließlich gelang es mir jedoch, auf einer Auktion dieses Foto von ihm zu erwerben, auf dem Sie ihn sogar in voller Aktion bewundern können.
Allerdings muss ich leider an dieser Stelle etwas zerknirscht zugeben, dass die Identität des Abgebildeten nicht mit letzter Sicherheit geklärt werden konnte. Es könnte sich also bei diesem Mann auf dem Foto auch um einen x-beliebigen Fremden handeln, der nur zufällig meinem Ururgroßvater mütterlicherseits dann eben sehr ähnlich sähe.
So wäre auch die unwahrscheinliche Story von seinem brutalen Ende geklärt.
Er wurde nicht vom Löwen gefressen, nein, vielmehr wurde er zeitweise selbst zu dem prächtigen Löwen, den Sie sich im Geist gern jetzt auch immerzu vorstellen können, sobald Sie den Eintopf meines Großvaters, das beste Essen Afrikas, wieder einmal in einem feinen Restaurant auf der Speisekarte vorfinden.
Oh ja. Oder vielmehr: Oh nein.
Denn da sehen Sie es wieder. Kaum ist die Lösung gefunden, müssen wir aus der erbaulichen Zeitschiene, die das Buch uns enthüllte aussteigen. Genauer gesagt hält es uns weder in der Zeit, die mein Vorfahre als bedeutender Schamane unsicher oder viel wahrscheinlich eben sogar etwas angenehmer und sicherer machte, noch in der Zeit des Buches, das über ihn zu berichten suchte.
Wie ein wilder Sog zieht uns das grausame Jetzt in die Gegenwart zurück.
Hier stehen Sie nun, gemeinsam mit mir, und wir warten alle beide auf eine gar wundersame Rückkehr des Zauberhaften und zugleich oft aufrüttelnd Außergewöhnlichen.
Aber nur nicht den Mut verlieren, es kehrt ja wieder, wenn auch vermutlich in anderer Gestalt.
Das kann ich Ihnen aus eigener schamanischer Erfahrung wirklich ohne Weiteres hier bestätigen.
Denn sooft ich das heilige Feuer des Jaguars entzünde, sooft ich mich an einem seidenen Traumfaden tief ins Reich der Traumfeen hinabgleiten lasse, um Sie, jene Anderen unter Ihnen, die sich inzwischen aus dem Virtuellen ins magisch Reale vorgewagt haben, bei Ihrer Reise zu sich selbst und zum schamanischen und magischen Herz des Kosmos zu unterstützen, ja, sooft ich mich gemeinsam mit Ihnen auf das grenzenlose Abenteuer von Wildnis, Dasein, Kraft und Spirit einlasse, spüre ich auch das wilde Feuer wieder, das wohl in den Adern meines Urahnen floss.
Des einzigen schamanisch kulinarischen Großmeisters der unvergleichlich geschmackvollen Küche des Seins als Verwandelter.
Verwandlung aber ist Leben. Verzauberung ist die Magie des Geistes. Aus dem Kuchen der Verzückung ist schließlich unser Mahl der Erkenntnis gebacken.
Deshalb kann es wohl nie schaden, sich selbst auf die Speisekarte des Kosmos zu setzen, und dabei im Vornhinein einen köstlichen, einzigartigen und lebendigen Eindruck vom Geschmack der immerzu kostbaren Knospe der eigenen Wahrheit, des eigenen Spirits, der eigenen schamanischen Kraft, des eigenen sprudelnden Lebensblume in der Mitte des Großen Lebensbaumes zu erhalten.
Die hier als schamanischer Leckerbissen wiedergegebene Geschichte meines Vorfahren entstammt meinem Buch mit dem etwas ausführlichen Titel:
Essenz und Charakter
Navigare necesse est. Nuda veritate semper curantur. Nunc est bibendum.
DIE MAGISCHE WELT DES UDO VUKOVICS
Beschenkter-Erwerber-Erbauer-Erfinder-Entwickler-Entdecker-Erforscher-Erhalter-Erfasser-Enthüller-Bewahrer-Gewinner-Chronist-Verweser-Betreiber-Urheber-Gevatter-Begründer-Botschafter-Verwalter-Beschließer-Bekenner-Lehrer
der Essenziellen Körpertherapie
und des Magischen Nagual-Schamanismus (MANA – das sagt ja schon alles.)
In jedem Buch, das etwas auf sich hält, sollte das Wort Charakter zumindest einmal im Titel aufscheinen.
Oder:
Das Buch Ihrer unglaublichen und heilsamen Bereicherung von Seele, Leib und Geist.
Der zweite Titel wurde natürlich allein aus Gründen der Vermarktung gewählt.
Von dem einmal abgesehen, hätte dieses Buch ja eher
Körper, Essenz, Magie, Spirit, Ekstase
als gemeinsame Wege zur menschlichen Entwicklung heißen sollen.
Teil 2: Schamanismus und Spirit
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Hier sehen Sie eine der Trancetrommeln, …
Der schamanische Leckerbissen führt uns seltsamer Weise diesmal ein weiteres Mal sogar schon wieder in die…..Geheimnisse des Unfassbaren, oder Sie könnten auch, wenn Sie denn so wollten, einfach sagen: was vollbracht ist ist vollbracht. Teil 5.


