Die Sendung mit dem Hut, Klappe 10
Jaja, Sie haben schon richtig gelesen.
Es soll eben hier heißen:
Die Sendung mit dem Hu(h)n(d) Hut, Klappe 10
Diesmal habe ich, der stets wachsame Hund, dem übereifrigen und pedantischen Huhn wirklich erfolgreich Einhalt gebieten können. Einhalt gebieten. Hört sich doch gleich richtig majestätisch an. Ihre Majestät der aufmerksame Wach- und Schweinehund. Jaja, ich weiß, ich bin ja keinesfalls der Schweinehund. Und schon gar nicht Ihrer.
Aber wissen Sie denn überhaupt noch, wer ich bin?
Ich wiederhole hier auswendig meinen Text der ersten Stunde, nur um Sie wieder über das Wesentliche dieser Seite richtig ins Bild zu setzen.
“Auch wenn Sie bisweilen ganz fasziniert auf das Huhn starren und die moralische Instanz, nämlich mich, Ihren inneren Edelhund, mehr oder weniger achtlos zur Seite schieben, kommt ich nicht umhin, Ihnen meine wahre Größe und Wichtigkeit hier kurz zu beschreiben.
Ich meine, das zur Seite schieben des inneren Hundes ist auf jeden Fall ein Fehler.
Nur der innere Hund macht den Menschen zu dem was er ist.
Und hier ist nicht der sogenannte oft geschmähte innere Schweinehund gemeint.
Den brauchen Sie selbstverständlich auch, selbst wenn Sie sein allzeit präsentes Wirken wahrscheinlich ebenfalls noch gar nicht wirklich zu schätzen gelernt haben.
Doch Sie dürfen nicht vergessen, dass Sie es im Grunde nur meinem Kollegen, dem Schweinehund, verdanken, dass Sie sich derzeit nicht auf einer waghalsigen Expedition durch die Antarktis wiederfinden oder zu Fuß den Ärmelkanal durchqueren.
Sie sehen also schon, worauf mein Argument hier gerade hinausläuft.
Der Schweinehund hält sie komfortabel und warm, er hält Sie faul und behaglich, vielleicht auch etwas zu fett und jedenfalls viel zu müde für alles, was Sie aus Ihrer angestammten Komfortzone bringen wollte.
Er ist somit ein echter Helfer inmitten der hektischen Anforderungen unserer heldensüchtigen Einheitskultur.
Meine Aufgabe ist allerdings eine ganz andere.
Als moralischer Instanzhund Ihres Innersten fällt mir seit jeher schon die grausame Pflicht zu, Ihnen die Schwächen und Unzulänglichkeiten Ihres persönlichen Lebensplanes immer wieder mal drastisch und ganz nachdrücklich vor Augen zu halten.” (Zitat von mir selbst.)
Da sehen Sie es also wieder schwarz auf weiß. So ein Hund bin ich. Majestätisch, unbestechlich, wachsam und stets nur um Ihre Wahrhaftigkeit bemüht.
Aber Schwamm darüber. Vergessen wir es kurz. Hauptsache ist doch, dass ich dem Huhn seine Hühnersuppe versalzen habe. Dem Huhn die Hühnersuppe versalzen. Das ist wirklich köstlich mehrdeutig. Sie verstehen schon. Das Huhn schwimmt in seiner eigenen Suppe, in seinem eigenen Saft und ich, der wachsame Hund, habe genau diese Suppe jetzt versalzen. Köstlich, nicht wahr? Falls Sie diesen Witz nicht verstehen, so liegt das wohl einfach daran, dass Sie eben kein kluger Hund sind. Ich werde mich mit Ihnen aber jetzt nicht darüber streiten, was Sie eigentlich dann für eine Art Hund sein könnten.
Vielmehr geht es mir jetzt ums Versalzen. Und um den Hut.
Das schamanische Huhn glaubt ja immer, es sei selbst der Nabel der Welt. Dabei schwimmt es nur in seiner versalzenen Suppe, wie wir jetzt Alle wissen.
Es glaubt ja auch, dass es der wahre Experte für schamanische Aufmerksamkeit wäre. Weit gefehlt. Dem Huhn ist diesmal das Wesentliche an dieser Sendung entgangen. Denn es geht heute eben nicht um Huhn oder Hund. Es geht um etwas viel Bedeutenderes, zumindest in meinen Augen. Es ist jedenfalls zumindest viel bedeutender als das Huhn. Bedeutender als der Hund kann es ja gar nicht sein oder werden, das versteht sich wohl von selbst, wie ich mit Ihrer wohlmeinenden Zustimmung hier ganz bedeutungsvoll meine.
Es soll also nicht ums Huhn gehen, – falls Sie das dächten, wäre das jetzt nämlich genau falsch gedacht -, sondern richtig bemerkt, – und wie oben schon angedeutet -, um den Hut.
Genauer gesagt, um die Hüte der Schamanen.
Hier sehen Sie also jetzt gleich einmal, in meiner neuen Sendung mit dem Hut, eine Kollektion von Schamanenhüten in Aktion.
Gänzlich huhnfrei, wie sich ja von selbst versteht, eine Tatsache, die ich mit Ihrer wohlmeinenden Zustimmung hier aber auch einmal ganz bedeutungsvoll und frohgemut laut aussprechen will.
Mehr als ein Bild eines schamanischen Hutes wird sich heute aus Zeit- und Raumgründen leider nicht ausgehen. Aber keine Sorge. Die nächste Sendung mit dem Hut gestalte auch wieder ich. Das Huhn hat nämlich inzwischen ob meiner eigenwilligen Interpretation dieses Themas alle Viere von sich gestreckt und ist mit einem klagenden Schluchzen einfach in Ohnmacht gefallen. Das aber bedeutet: Der Weg ist frei für den Hund Ihres Vertrauens, und Sie werden schon sehen, wie prächtig es von hier an später noch weitergeht.
Ach ja, fast hätte ich es jetzt vergessen: Hier ist das erste Hut-Bild.
Zugegebener Maßen ist es noch recht unscheinbar und der Hut liegt auf einem Dach anstatt auf dem Kopf eines Schamanen zu sitzen. Aber immerhin. Ein Hut ist vorhanden und diese Sendung ist somit gerettet.
Den Rest besprechen wir besser beim nächsten Mal.
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RedHOTAction 4 -16
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