Nüchtern betrachtet……diesmal von Ursula, über die Liebe….

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Liebe ist, den Partner nicht so zu nehmen wie er ist….ja, das behaupte ich.

Meine These, die besagt, dass man einfach lieben mag, wohin und wie die Liebe fällt. Doch die Welt ist kompliziert, worauf ein Zweites Thema wird.

Soll ich den Partner stets so nehmen, wie er scheint, auch wenn dies für mich lähmend ist, und still in mir die Seele weint?

Ich sage Nein, es muss auch anders gehen. Die Akzeptanz ganz ohne Klarheit kann ich in Sachen Liebe nicht verstehen.

Man sagt, dass richtig lieben heißt, ganz ohne jede Forderung zu lieben.

Das stimmt nur, wenn man sich dem Geist oder der Freiheit nähert.

Als spirituelles und eher hellsichtiges Wesen sehe ich Gesetz und Grenze in der Liebe einfach anders.

Alles akzeptieren, den Anderen so nehmen wie er ist.

Wollen wir das wirklich als Erwartungshaltung in der Liebe wählen?

Liebe ist, den Partner nicht so zu nehmen wie er ist….ja, das behaupte ich.

Denn Alles vom Anderen anzunehmen, klingt doch mehr wie kindliche Erwartungshaltung Mama oder Papa gegenüber, ja so klingt es in meinen Ohren, und so ganz und gar nicht als erwachsener, reifer Anspruch an den Partner.

Und meiner Meinung nach gilt auch: Nur lieben zu können, wenn man sein Gegenüber genau so akzeptiert, wie es ist, überfordert das Verständnis jedes Partners. Ja, eindeutig: So eine Partnerschaft kann man schließlich gar nicht leben, so eine Forderung lässt sich nicht einmal von einer Heiligen erfüllen.

Eine wahre Heilige würde vielmehr dem Partner mit lautem Krachen die Bratpfanne an den Kopf werfen, damit er endlich zur Vernunft käme oder, anders gesagt, einmal wirklich aufwachte und das, was er bisher tat, nun mit klarem Kopf und ohne Schädelbrummen wahrnähme. Obwohl sich das Schädelbrummen durch den Aufschlag der Bratpfanne auf dem Kopf des Geliebten etwas später dann ja vielleicht doch noch einstellen könnte, wer weiß.

Ich habe immer mehr den Eindruck, dass diese Behauptung, Liebe dürfe keine Forderungen stellen, diese Aufforderung, Alles am Anderen anzunehmen ohne sein eigenes Wörtchen dabei mitzureden, einen Rucksack voll von Steinen für den Partner schnürt.

Danach folgt noch schnell die Einladung, den ganzen Rucksack gleich einmal dem Partner umzuhängen. Ohne Reflexion und Rücksicht.
Ohne Reflexion und Rücksicht geht es aber nun einmal nicht in der Liebe.
Ja, genau das meine ich.
Rücksicht, Umsicht, Vorsicht, die richtige Absicht und meinetwegen, bisweilen ein Schuss Zuversicht, am Besten aber ist es, der Partner wird mit einem Male zum Gedicht.
Ein Gedicht von einem Mann, das ich bei jedem Licht mit wirklichem Genuss und wahrer Freude lesen kann.
Mehr will ich nicht. Doch auch nicht weniger. Mit weniger als Allem geht es nicht.

So habe ich Erwartungen an Partner, ganz gewiss.

Und ich finde es bisweilen schön, an den Partner meines Lebens und meiner Liebe Ansprüche zu stellen.
Selbst solche, die er noch nicht ganz erfüllen kann.
Doch mein wichtigster Anspruch an ihn ist seine Bereitschaft zu Veränderung und Offenheit.
Jene immerwährende Bereitschaft hinzusehen und leuchten zu wollen.

 

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