Back to the roots: Schamanismus pur. Die Begrifflichkeit des Außergewöhnlichen. Nagual, Ekstase, Magie, Spirit – das Heilige und das Profane. Teil 3
Wir sind zuletzt, wie Sie wissen, bei der klassisch schamanischen Auffassung der Welt geblieben.
Nur zu Ihrer sehr geschätzten Erinnerung:
Die Welt war damit für uns plötzlich
- eine wabernde Wolke der Kraft.
- ein reiner magischer Fluss, der uns direkt aus dem Fassbaren zurück ins Unfassbare führt, aus dem wir kommen, wir, Sternenstaub aber auch Staub des Nagual, der unfassbaren Dichte der Welt.
- eine ekstatische Schwingung des Göttlichen, oder von mir aus, wenn Sie es lieber ohne den Begriff Gott hören oder lesen wollen, eine ekstatische Schwingung des allumfassenden Bewusstseins des Universums.
- Ausdruck der Manifestationen des Spirits, der sich, selbst unzerstörbar und unteilbar, trotzdem in viele Flüsse und Orte der Kraft bricht um sich darin selbst immer wieder aufs Neue zu gebären.
- die heimliche aber stetige Verbindung von Spirit, Kraft und Magie, die sich zwar jenseits unseres weitest gespannten Verständnisses vollzieht, uns zugleich aber in eben genau dieses Jenseits beständig hinüberzieht.
„Ich weiß natürlich, dass ich hier einige Sätze aus dem ersten Teil dieses Blogs wiederhole, Emilio, Du brauchst mich also nicht beständig mit dem Schnabel am Hemd zu fassen. Aber der Leser hat oder hatte ja vielleicht doch einige Schwierigkeiten, meine schamanische Philosophie eins zu eins zu verstehen. Nur deshalb wiederhole ich es hier. Zur Erleichterung des Verständnisses des Lesers. Okay, diesen Satz findest Du auch unangebracht. Was soll ich machen? Ich spreche leider kein Papageiisch. Ich muss das also insgesamt etwas komplizierter ausdrücken als Du das kannst. Okay, jetzt bist Du offenbar zufrieden. Ja, ich verstehe. Ich soll mich aber kurz fassen. Das fällt mir zwar nicht leicht, aber ich werde mein Bestes versuchen. Du wirst schon sehen. Danke nochmal für Deine Mithilfe und könntest Du Dich jetzt kurz einem anderen Thema zuwenden? Welchem? Na, irgendeinem anderen. Such es Dir doch einfach selbst aus.“
Okay, er ist beleidigt. Das wollte ich nicht. Aber immerhin können wir jetzt an dieser Stelle wieder weitermachen.
Wie sagte ich es doch so schön im ersten Teil des Blogs:
Sie sehen, es ist ja im Grunde ganz einfach, Magie, Nagual, Spirit und Ekstase zu beschreiben und dabei auch noch zu erklären, was das Universum, ganz im Gegensatz zu der vereinfachenden weil nur Verhaltensweisen beschreibenden Sicht der Wissenschaft, im Kern eigentlich so mehr oder weniger ist und nicht ist.
Danach musste ich allerdings zugeben, dass jede derartige Beschreibung unvollständig, mangelhaft und ungenau bleiben muss.
Auch die Sache mit der Einfachheit begann dann alsbald gewaltig zu knirschen.
Nur die Einfachheit des Wahrhaftigen rettete uns schlussendlich noch.
Deshalb hatte ich angeboten, ein paar meiner in diesem Blog verwendeten Begriffe sogar zu definieren oder zumindest einmal kurz in Wikipedia nachzuschlagen.
Danach mussten Sie jedoch die Auswahl der hier von mir zur Erläuterung vorgeführten Begriffe schon wieder ganz mir selbst überlassen.
Damit Sie wie gesagt nur ja nicht im gestreckten Galopp etwa die Orientierung verlieren wiederholte ich somit so Einiges, das uns hier als Grundlage für Weiteres dienen soll.
Ich begann mit der Definition des Begriffs wabern.
Die werde ich hier aber nicht wiederholen. Schauen Sie doch selbst nach, falls Sie sie etwa gar vergessen haben sollten.
So ausgerüstet wandten wir uns wieder dem ersten Satz unserer schamanischen Auffassungen von der Welt zu und stellten fest:
Die Welt sei demnach eine wabernde Wolke der Kraft.
Zuerst haben wir uns daraufhin mit unserer nagualistischen Sicht dieser wabernden Wolke der Kraft befasst.
Diese Angelegenheit konnten wir gleich danach fast mühelos klären.
Zur zweiten Bedeutung desselben Satzes mussten wir uns angeblich jedoch aus einer ganz anderen Richtung der Betrachtung desselben Satzes im Besonderen und der Welt im Allgemeinen nähern.
In dieser zweiten Sichtweise wenden wir uns also zunächst dem Begriff der Kraft in spiritueller Hinsicht zu. Die Kraft ist ihrem Wesen nach nicht-dualistisch. Das heißt, in ihr vereinen sich Gegensätze, welche sich in unserer normalen alltäglichen Betrachtungsweise auszuschließen scheinen. Ruhe und Bewegung, Subjekt und Objekt, Weite und Nähe, Fülle und Leere, Magie und Energie, wobei die letztere Unterscheidung ohnehin von den meisten Menschen gar nicht getroffen wird.
Die Kraft, welche wir hier betrachten, tritt als schöpferische und allumfassende magische und spirituelle Energie auf, als die eine zentrale Kraft, welche das Universum durchzieht, bewegt, es in die Leere verbläst und zugleich auch immer wieder in seine Existenz zurückholt.
Diese Kraft teilt ihre primäre Eigenschaft mit allem, was sie berührt, ohne dass wir uns dessen zumeist überhaupt gewahr werden. Das mag für Einige von Ihnen jetzt etwas buddhistisch klingen, hat aber keinen direkten Bezug zu irgendeinem religiösen Dogma. Das Wirken der Kraft ist vielmehr in der Trance und in schamanisch erweiterten Bewusstseinszuständen erfahrbar.
Die Welt ist deshalb eine wabernde Wolke der Kraft, weil sie im Kern aus dem Wirken dieser Kraft und ihren Manifestationen besteht.
Ich glaube, jetzt ist es wirklich wieder an der Zeit, einen weiteren meiner Begriffe zu definieren, um Sie ein wenig aus der Dichte des gerade Angesprochenen heraus zu holen.
Das hat naturgemäß nur dann eine Bedeutung für Sie, falls Sie sich ganz auf meine Ausführungen einließen. Bei hurtigem Überfliegen derselben tritt nach einer von den Angehörigen meines Redaktionsteam allgemein bestätigten Wahrnehmung jener Effekt der Dichte und Fülle eher nicht auf.
Doch halt, was sehe ich da, es verbleibt uns in diesem Teil des Blogs gerade noch genug Raum, um Ihnen den zu definierenden Begriff kurz einmal vorzustellen.
Dieser lautet jetzt natürlich: Sternenstaub.
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Back to the roots: Schamanismus pur. Die Begrifflichkeit des Außergewöhnlichen. Nagual, Ekstase, Magie, Spirit – Die Begegnung mit der Kraft. 1. Aspekt: Sichtbares und Unsichtbares. 2. Teil
Das Nagual der Gemeinschaft


