Back to the roots: Schamanismus pur. Die Begrifflichkeit des Außergewöhnlichen. Nagual, Ekstase, Magie, Spirit – Die Begegnung mit der Kraft. 5. Aspekt: Traum und Unendlichkeit. 1. Teil

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Wie durfte der bisher letzte Teil dieses Blogs doch so schön enden? Da stand soweit ich mich entsinne gerade noch Folgendes vor Ihren Augen:

….Allgemein aber gilt:

Wenn Ihre Traumgeister ekstatisch ausgerichtet sind, wird auch Ihr Traum ekstatisch.

Genau darum geht es uns unter anderem bei unseren Feenträumen und den Träumen der Großen schlafenden Mutter Erde….. 

Genau jetzt, einige Tage und eine fast vollständig abgehaltene Traumjurte später, kann ich das wieder einmal nur kopfnickend bestätigen.

Wir folgten dem Traumfluss hinab in die Tiefe, stürzten in einen Abgrund, der am Fuße der Welt liegt. Flügeln und Fühler wuchsen uns, Hufe und Krallen, Flossen und seltsame Schnäbel aus Licht.

Danach aber waren die Schamanen unserer Richtung aufgefordert, jeweils ihre eigene Version des Traumes in die Winkel des Universums zu schreiben.

Spannendes geschah.

Wir öffneten die Türe der Jurte in die verschiedensten magischen Richtungen, und betraten Räume und Zeiten, welche dicht oder fern von unserer eigenen Realität dahinglitten.

Im Traum geht es beständig auch um ein Surfen auf der Welle der Kraft, welche sich ekstatisch aus dem vollen Nichts des Traumgeschehens mit ungeheurer Wildheit vor Dir aufbäumt. Du fasst Dir ein Herz und den Mast Deines schmalen Bootes und stürzt Dich ins Abenteuer, Kopf oder Huf voran, bedenkenlos und frei.

In Avalon wurden wir von den Elfen gejagt, mussten uns in den Abgrund der Traumspinne werfen und kamen schaukelnd im Wind der Traumgezeiten wieder in die Jurte zurück.

In einem sagenhaften Land hoch oben im Norden von Raum und Zeit bannten uns Feenhügelbewohner und andere Geister und trieben uns so fast zur Bewegungslosigkeit in eine Stille ohne Grenzen. Wir spannen ein aus Form und Bewegung und entsprangen dem Traum in die Jurte hinein.

Den magischen Feentraum tanzend, rutschte eine Schamanin in dunklere Erde hinab, und ihr Singen und Springen schaffte dann Heilung und neue Balance und trieb uns mit der Freude ins Leben zurück.

Wir folgten der Traumschlange, welche in der Tiefe des Nagual wurzelnd, mit ihrem Geifer aus Traum und Bewegung unseren Weg durchs Geheimnis beschrieb.

Dann fielen wir Tautropfengleich von neuem ins Reich wilder Feen hinab und teilten mit ihnen den goldenen Traum von Ekstase und Kraft.

Wir liefen geschwind wie der Wind über den Abgrund auf dünnen silberglänzenden Seilen, und mussten uns dabei ein wenig beeilen, um den schnappenden Würmern des Traums zu entgehen. Dann konnten wir unbeschadet durch dornige Hecken gehen und verzückt durch die glitzernden Wasser des Traumes waten.

Sie können an all dem leicht sehen, wie wir in den Gefilden der Feen und im Traum der Ekstase in lustvollen Kreisen gehen, um aus den feinen Fäden des Traums ein unzerreißbares Tau aus Unendlichkeit zusammen zu drehen.

Beim Träumen neigt der Schamane zu Beschreibung des Geschehens in Form von Gedichten oder Sprüchen.

Tatsächlich gibt es im tiefen Feenraum Gefilden, in denen sich der Weiterweg am Besten oder gar ausschließlich durch das Absingen von Liedern oder die Verwendung spontan entstehender Gedichte bahnen lässt. Dort unten, wobei unten hier eine ganz relative Bedeutung besitzt und genauso gut auch durch dort oben oder dort drüben ersetzt werden könnte, dort unten also verlieren sich Maße und Gewichte, Wege und Strecken und machen einem magischen Äther Platz, in welchem sich die Feen tummeln. Dort unten kann ein kurzer Weg lang und ein langer Weg ganz kurz erscheinen, und je nachdem wer ihn nimmt, verändert er sich zum Einen oder zum Anderen oder zu einem noch unbekannten Dritten.

Absichtloses Träumen oder mit absichtsloser Absicht träumen führt uns Schamanen zu einer grundsätzlichen Freiheit des Traumgeschehens, welchem wir einfach folgen, zugleich abwartend und formend, zugleich uns dem Ablauf ganz überlassend und ihn auf subtile Art durch unsere Intention und unser Können mitbestimmend.

Die Kunst des Träumens ist in ihrer Tiefe auch die Kunst feinster magischer Konversation und öffnet freudig-seltsame Arten magischer Begegnung.

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