Der schamanische Leckerbissen führt uns seltsamer Weise diesmal ein weiteres Mal sogar schon wieder in die…..Geheimnisse des Unfassbaren, oder Sie könnten auch, wenn Sie denn so wollten, einfach sagen: was vollbracht ist ist vollbracht. Teil 5.

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Es kann nur Einen geben….

Wirklich. Sie werden alsbald selber sehen, wie es ist.

Die Wahrheit, unverstellt, befreit von nebelhaftem Schein.

Mit List und schlauem Mut ergibt sie sich vielleicht von ganz allein.

Es kann nur Einen geben.

Lassen Sie uns die Bedeutung dieses Satzes doch einmal in aller Ruhe untersuchen.

Was könnte hier damit wohl nur gemeint sein?

Ich habe dazu gleich einmal einige praktische und gute Vorschläge von meiner schamanischen Redaktion eingeholt.

Sie lauteten:
Gott, Deine schamanische Richtung, die Wahrheit, der Weg des Spirits, Hund, wahrer Schatz und Karma.

Da hatte ich mir jetzt etwas eingebrockt!

Wild entschlossen, jede dieser Thesen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, ging ich entschlossen sofort ans Werk.

Gott:
Ja, da stimme ich jedenfalls zu.
Obwohl der Eingottglaube für mich keinen Widerspruch zu einem x-beliebigen polytheistischen Pantheon darstellt.

Die einzelnen Gottheiten sehe ich eben einfach als verschiedene Aspekte des Göttlichen an.

Wenn Gott das Eine Allumfassende ist, so kann jegliche Manifestation göttlicher Eigenschaften wohl nur einen jeweils anderen feierlichen Aspekt Gottes aufzeigen.

Die angenommene Eifersucht des monotheistischen Gottes auf alle religiöse Praxis, die nicht explizit der Verehrung des einen Gottes dient, wirkt ohnehin ziemlich kleinlich.

Kleinlich können wir uns Gott jedoch als das Eine Allumfassende wohl kaum vorstellen.

Vielleicht lag es ja doch eher an den Priestern der aufkommenden monotheistischen Religionen, die sich ihre als unangenehm empfundene Konkurrenz schnell einmal vom Halse schaffen wollten. Außerdem erhöht der Glaube, man habe die einzig wahre Religion, auch ungemein die eigene Selbsteinschätzung und schafft eine mehr oder weniger unverwechselbare religiöse Identität, wenngleich auf nicht allzu friedliche Weise.

Es kann nur Einen geben….Gott……schön, wirklich wundervoll.

Aber auch irgendwie doch ganz selbstverständlich.

Das kann also nicht der Sinn dieses Textes sein, Sie gerade darauf aufmerksam zu machen.
Das kann sich jeder mitfühlende, großzügige und spirituell aufgeschlossene Mensch doch ohnehin leicht selbst ausmalen, oder etwa nicht?

Ich glaube schon.

Gehen wir also lieber weiter zum zweiten Vorschlag.

Meine schamanische Richtung.
Ich meine nun, der Satz: Es kann nur Einen geben, Deine schamanische Richtung, gehört jedenfalls zuerst einmal sprachlich verbessert.
Vielleicht passt ja:
Es kann nur Einen geben, den Weg Deiner schamanischen Richtung.
Aber auch sprachlich verbessert ist der Satz wohl so nicht ganz haltbar.

Wir sind doch nicht die Einzigen, die sich mit dem Spirit intensiv und deutlich auseinandersetzen.

Andererseits, wenn Sie erst einmal bei uns gelandet sind, ist unser spiritueller Pfad ja wahrscheinlich wirklich der richtige, der einzige Weg für Sie.
Nicht weil es keine anderen ebenso stimmigen Wege gäbe.
Sondern weil die Gegenwärtigkeit die Mutter der Wahrheit ist.
Wenn Sie nun schon einmal da sind, gibt es tatsächlich keinen Grund, sich gleich wieder zu verabschieden, um Buddhist, Zen-Mönch oder christlicher Mystiker zu werden. Außerdem könnten Sie auch als Buddhist, Zen-Mönch oder christlicher Mystiker gleichzeitig unserem Weg folgen.

Also:
Einmal in der Hingabe an die Kraft und die Wahrheit des Spirits gelandet, mag es wohl sein, dass dieser Weg für Sie der einzige ist, weil Sie ihm gerade mit Ihrer ganzen Präsenz und Liebe nachgehen.

Natürlich kommt es bisweilen auch vor, dass einzelne Schüler ihren Weg wechseln und ganz anderswo landen.
Doch es kommt eher selten vor.
Denn wenn Sie von Kraft und Geist zu uns geschickt wurden, so hat das seinen tieferen Grund.

Allerdings ist die Selbstverständlichkeit dieses Grundes auch die Begrenzung, an der sich die Welle dieser Deutung bricht.

Selbstverständlich ist unser Weg der einzig Wahre, unter vielen anderen einzig Wahren Wegen.

Vielleicht geht es bei dem Satz: Es kann nur Einen geben, also doch um etwas ganz Anderes.

Es kann nur Einen geben, die Wahrheit…..lassen Sie mich das bitte auch kurz umformen, damit es Sinn ergibt.
Es kann nur Einen geben, der die Wahrheit findet, die das Universum ihm als Möglichkeit zur Erkenntnis verspricht.

Ja, so gefällt mir dieser Satz wirklich schon recht gut.

Sie sind dann naturgemäß der Eine.
Der, welcher die Wahrheit seiner Vision finden soll.
Sie sind der Wahrheitssucher, der Held Ihres eigenen Weges, der Einzige, der Sinn schafft, wenn er sich der Kraft hingibt, sein Leben ganz der Kraft widmet.

Eine schöne Vorstellung, finden Sie nicht auch?

Allerdings gibt es dazu wohl nicht mehr zu sagen als:

Ja so ist es. Wunderbar.
Gut dass ich der Zeuge war,

als Sie im Augenblick erkannten,

dass all die Wunder,
all die Engel und die Kräfte,
mit denen Sie Magie und Mystik je verbanden,
sich bei Tageslicht erwiesen
als Ihrer Seele Artverwandten.

Wir kreisen also noch immer um dasselbe Thema des Selbstverständlichen wenn auch allzu oft nur allzu gut Versteckten.

Bevor wir uns dazu entschließen, diese offensichtliche Deutung vielleicht als die einzig wahre zu betrachten, wollen wir uns doch zunächst einmal die weiteren Möglichkeiten anschauen.

Zum Weg des Spirits gilt ja wohl dasselbe was wir ein wenig weiter oben schon zu Weg und Göttlichem besprochen haben.

Damit kämen wir als nächstes wohl auf den Hund.
Oder jedenfalls auf den Hund zu sprechen.

Das will ich Ihnen aber nicht in einem Stück zumuten.

Nein, keinesfalls.

Der Hund kommt erst im nächsten Stück des Blogs.

Das garantiert des Glückes Dauer bis zum Schluss des Epilogs.

Lesen Sie also, was dann folgt und schon erahnen Sie,

was hier des Pudels Kern, und was nur Sache der Magie.

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