Der schamanische Leckerbissen zum Thema Essenz und Charakter. Ein Ausschnitt aus meinem Buch mit demselben Titel. Teil 2.
Ich hoffe nur, Sie haben den letzten Teil dieses Leckerbissens gelesen. Ich werde mich jetzt nämlich gleich ganz unverschämt auf ihn beziehen…..
Fällt Ihnen im Übrigen auf wie blödsinnig die oben stehende Erklärung Wikipedias jetzt an einigen Stellen doch ist?
Bei Vergiftungen, okay, die Sache mit den Nervengiften lasse ich mir einreden.
Aber mit halluzinogenen Drogen?
Die sollen ja genau solche Erweiterungen der eigenen Wahrnehmung bewirken, wenn man sie bewusst einnimmt.
Man kann sich selbstverständlich mit diesen Substanzen auch vergiften, aber die eigentliche Wirkung der halluzinogenen Drogen als Vergiftung abzutun beinhaltet doch die subtile Unterstellung, dass Alles, was uns ein wenig anders erleben lässt als normal, wohl eine Pathologie des Gehirns sein muss.
Ja, wahrscheinlich ist unser Gehirn eben vergiftet, wenn es die Welt nicht im Bereich der gesellschaftlich vorgegebenen Norm wahrnimmt.
Da sind wir jetzt ungefähr wieder bei der Ansicht der konservativen Psychiatrie und Psychoanalyse aus den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts angekommen.
Jede Vision eines Klienten oder Patienten war damals offenbar ein rein halluzinatorisches Erleben und somit klar dem Bereich der Pathologie zuzuordnen.
Gott, Danke, wie ich mit Deiner Hilfe ununterbrochen so schöne und feine pathologische Phänomene in meinem Leben und meiner Arbeit zusammenbringe.
Ich glaube, ich bin selbst ein wahres Phänomen.
Eine Art Wunder, was meinen Sie?
Das könnte mir stehen.
Ihnen übrigens auch.
Oder etwa nicht, was sagen Sie denn jetzt dazu?
Vergifte ich mit schamanischer Kraft oder schamanischen Ritualen etwa auch Ihr Gehirn?
Bei solchen Ereignissen können Sie nämlich durchaus ähnliche Erlebnisse haben, ganz ohne Drogen. Wie erklären Sie sich das?
Und zweitens, bei Neurosen und Psychosen käme Déjà-vu vor.
Bei Psychosen kommt so ziemlich alles vor.
Dabei handelt es sich ja per Definition um Verzerrungen der Wirklichkeitswahrnehmung.
Bei Neurosen aber?
Ein klein wenig Neurose steckt doch in uns allen.
Selbst Therapeuten sprechen von ihrer Restneurose, was nur heißen soll, dass sie nur noch einen kleinen Rest davon besitzen, der eben therapieresistent war, ihren Bodensatz der Neurose also, den Sud vom Kaffee der ursprünglich vorhandenen viel mächtiger ausgeprägten Neurose, einem wahren Monster aus der Zeit vor der eigenen selbstverständlich ganz umfassenden und ebenso selbstverständlich äußerst erfolgreichen Selbsterfahrung.
O ja das Ego ist ein wahrer Meister der Selbsttäuschung und auch der Verstellung, nicht wahr?
Meiner Erfahrung nach stimmt das mit der Restneurose übrigens bei den meisten meiner therapeutisch versierten Kollegen keineswegs.
Die haben die ärgsten Neurosen! Immer noch!
Wirklich, glauben Sie mir ruhig.
Ach ja, eigentlich wollte ich Ihnen ja etwas zu den Ihnen vielleicht bekannt erscheinenden Bildern in diesem Kapitel sagen.
Beim Thema Charakter fand ich es nämlich interessant, nur Bilder zu verwenden, die auch an anderer Stelle dieses Buches in anderem Kontext aufscheinen und diese Bilder hier auf ihren Bezug zum Charakter hin anzuschauen. Na bitte, war doch ganz einfach, diese Erklärung. Jetzt atmen Sie sicher erleichtert auf. Kein Déjà-vu permanent. Alles wieder in Ordnung.
Déjà-vus treten ja, wie Sie oben lesen konnten, beim gesunden Menschen nur vereinzelt spontan auf. Also nur keine Bange. Das wird wohl so schnell nicht geschehen. Oder etwa doch, was meinen Sie?
Verzeihen Sie übrigens bitte, dass ich Sie hier jetzt ununterbrochen anspreche und nach Ihrer Meinung frage, es soll ab jetzt auch nicht mehr vorkommen aber irgendwie war es beim Thema Charakter doch wohl verständlich, oder finden Sie nicht?
Oje, da war es jetzt schon wieder.
Ich habe es schon wieder getan.
Nun gut, Sie fragen sich jetzt wahrscheinlich, warum das gerade beim Thema Charakter so häufig auftritt, oder etwa nicht?
Sie sollten sich jedenfalls jetzt diese Frage stellen.
Charakter hat nämlich etwas mit Selbstverantwortung zu tun, finde ich, Sie nicht auch?
Und zur Selbstverantwortung gehört nun einmal eine eigene Meinung, ja sogar eine höchst fundierte, nicht nur kognitiv sondern auch emotional begründete Meinung, ja, die gehört an dieser Stelle einfach dazu.
Oder sind Sie etwa anderer Meinung?
Emotional begründen ist übrigens seit der Erfindung der emotionalen Intelligenz wohl kein Problem mehr für Sie, oder?
Wir stellen also zum Thema Charakter gleich einmal hier fest, dass Charakter- und Moralentwicklung eindeutig nicht nur auf kognitiver Ebene vonstattengehen.
Ach ja, eigentlich wollte ich Ihnen ja etwas zu den Ihnen vielleicht bekannt erscheinenden Bildern in diesem Kapitel sagen.
Beim Thema Charakter fand ich es nämlich interessant, nur Bilder zu verwenden, die auch an anderer Stelle dieses Buches in anderem Kontext aufscheinen und diese Bilder hier auf ihren Bezug zum Charakter hin anzuschauen. Na bitte, war doch ganz einfach, diese Erklärung. Jetzt atmen Sie sicher erleichtert auf. Kein Déjà-vu permanent. Alles wieder in Ordnung.
Oder etwa nicht?
Haben Sie diesen Absatz nicht vorhin schon einmal gelesen?
Wie immer bildet der schamanische Leckerbissen eine Art Zeitschleife, in der Sie sich jetzt gerade befinden. Die oben erwähnten Bilder sind deshalb nicht jene, die Sie hier zwischen den Zeilen finden. Die aktuellen Bilder stammen von der Feenalm und aus der Höhle. Über die erwähnten Bilder des Buches wurde in diesem Zusammenhang noch nicht gesprochen, sie könnten aber unter Umständen im Laufe der Fortsetzung dieses Blogs noch zum Thema werden….
Wählen Sie aus unseren Rubriken...
Back to the roots: Schamanismus pur. Die Begrifflichkeit des Außergewöhnlichen. Statt des versprochenen Blogs folgt zunächst: Wieder ein Zwischenspiel. Kraftjagen und andere schamanische Arten des Zeitvertreibs. Teil 1
Unglaubliches geschieht andauernd, aber manchmal ist es wirklich besonders schön

