Die 7 großen W des Schamanismus,   2. Teil.

SONY DSC

Stück für Stück finden Sie in diesem Blog die unglaublichsten Erkenntnisse zu den wichtigsten schamanischen Begriffen mit W:

Winter-Wahnsinn-Walachei-Wagemut-Wonnemond-Wiederkäuer und Wiedergeburt,

und erfahren, was Ihnen das Alles jetzt gleich über die Wahrheit des Schamanismus sagen kann.

Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja:

Der Mensch ist, das muss an dieser Stelle nun doch gesagt werden, nicht in Städten entstanden.

Wir sind Geschöpfe der Wildnis.

Ich meine, die Meisten von Ihnen wurden schon in Städten geboren und nicht in der Wildnis. Beides hat etwas für sich.
Wenn es Komplikationen bei der Geburt gibt, sind Sie wahrscheinlich in der Zivilisation sicherer.
Sonst ist die Wildnis schöner, auch bei der Geburt.

Davon bin ich überzeugt, selbst wenn ich diese Erfahrung ausnahmsweise nicht selbst gemacht habe, denn weder fand meine eigene Geburt noch fand die Geburt meiner Tochter in der Wildnis statt.

Vor 30 Jahren nahm ich aber im Rahmen meiner Körperpsychotherapieausbildung an einem speziellen Seminar mit Ebba Boyesen teil, die eine meiner damaligen LehrerInnen war.
Das Thema des Seminars hieß Geburtsbefreiung, auf englisch: birth-release.
Dabei erlebt man seine Embryonalzeit im Zeitraffertempo wieder und macht dann eine symbolische und körperbezogene Geburtserfahrung durch.

Die Sitzung findet mit Hilfe körpereigener Reflexe wie dem Embryonal- und dem Geburtsreflex statt und nützt einen induzierten Alpha-Zustand im Gehirn zur Wiedererinnerung an das eigenen Embryonalerleben.

Die ganze Sache ist relativ intensiv.
Sie haben mehrere Helfer, die Sie bei Ihrer Erfahrung unterstützen und mit Ihnen sprechen.
Sie sprechen dabei aus Ihrer nun neu verbalisierten Erfahrung heraus.
Der Fötus kann natürlich noch nicht reden und besitzt kein Ich in unserem Sinne.
Aber Sie können das Feld der Erfahrung, die Bewusstheit des Embryos, in Ihrem jetzigen erwachsenen Dasein wahrnehmen und diesem Feld Ihre eigene Stimme verleihen.

Bei mir ging es schließlich unter anderem knapp vor der Geburtserfahrung um meine ideale Umgebung für die eigene Geburt.
Dabei kam in mir das Bild eines afrikanischen Krals, jedenfalls einer Art von Rundhütte auf.
Um den Kral und um das Dorf herum herrschte Wildnis.
Im Kral gab es die Geborgenheit und Menschen, die mich freudig erwarteten.
Ich wollte die reale Erfahrung meiner eigenen Geburt durch diese Stimmung im Kral anreichern und heilen.
Außen Gefahr, innen Geborgenheit und Gemeinschaft.
In meiner eigenen Geschichte war es zeitweise eher umgekehrt gewesen.

Jedenfalls brauchen wir Menschen die Begegnung mit der Wildnis als Erfahrung des Wesentlichen.

Dort, inmitten der ungezähmten Natur, finden wir als Menschen zu unserer ungezähmten spontanen natürlichen Mitte zurück.

Ich hingegen lebe seit einiger Zeit nicht in der Wildnis, aber in der Provinz.

Der Ausblick direkt vom Ostflügel meines Hauses zu den Alpen hin ist wirklich außergewöhnlich beeindruckend. Obwohl ich mich an diese Ansicht der Umgebung jetzt beim besten Willen gar nicht mehr erinnern kann.

Nicht sehr weit entfernt von Ihnen, dafür aber direkt am Land.

Mehr oder weniger in und mit der Natur.

Das hat für einen Schamanen schon viele Vorteile.

Wie weit entfernt etwas Ihnen erscheint, hängt auch von sozialen Vorurteilen ab.

Wenn Sie beispielsweise als Städterin jegliches Verlassen der Stadtgrenze schon als gewisse Bedrohung empfinden oder zumindest der Ansicht sind, dass die Entfernungen außerhalb Wiens grundsätzlich größer sind als die in der Stadt, dann bin ich doch ein ganz schönes Stück weit draußen.

Sind Sie hingegen mental beweglich, dann sind wir, mein Zentrum hier draußen am Land und ich, zwar von Ihnen aus betrachtet immer noch in der Provinz gelegen, Sie finden uns aber gleichsam fast ums Eck.
Plötzlich trennt nur eine ganz kurze Distanz mein altes schönes Forsthaus von Ihrem angestammten Wohnsitz mitten in der Großstadt.
Sehen Sie, so relativ ist das Alles bisweilen.

An diesen Blick auf die Umgebung erinnere ich mich zwar gut, ich weiß aber nicht mehr genau, von welchem Fenster meines Hauses aus diese Landschaft jetzt wieder einmal zu sehen sein könnte.

Eine weit entfernte Region mag Ihnen im Übrigen nur als physisch entfernter Landstrich geläufig sein.
Für uns im Nagual-Schamanismus gibt es aber Gelegenheiten, in denen sich der Begriff Entfernung ganz plötzlich völlig zu verändern scheint.

Lesen Sie bitte weiter im dritten Teil. Wieder gilt:
Fortsetzung folgt. Sie werden schon sehen.

Das Titelbild dieses Blogs zeigt übrigens den leider schon verfallenen und deshalb heutzutage kaum mehr genützten Südtrakt meiner doch recht weitläufigen Heimstatt. Mehr darüber finden Sie im nächsten Teil dieser Geschichte.

Wählen Sie aus unseren Rubriken...

IMG_5192 (1)

Der Schamanische Leckerbissen 2: Manchmal ist es wirklich besonders schön…

Nur zur Erinnerung. Weil es ja in unserem Schamanenjahr eigentlich noch ganz ganz weit weg ist, sozusagen noch verborgen in Raum und Zeit. Doch die...
IMG_20190502_222118

Stormy Monday, der Montagskater 30

Haben Sie es gemerkt? Oder ist es Ihnen vielleicht in der Hektik Ihres sicherlich sehr betriebsamen Alltags gar völlig entgangen?? Der letzte Montag war vor...
SONY DSC

Weihnachtlicher Nonsens oder tiefe Weisheit, entscheiden Sie selbst, sonst gibt es für Sie nur schwarzen angebrannten Reis heut.

Die Drohung weiter oben fand, - ich muss es gestehen -, nur wegen des Reims statt. Lassen Sie uns aber hier lieber gleich zum Wesentlichen...
P6041382

Ein schamanisches Bilderrätsel für Sie…

Unsere Frage der Woche: Was sehen Sie auf diesem Bild?
20170412_102301

Die 7 großen W:   Winter-Wahnsinn-Walachei-Wagemut-Wonnemond-Wiederkäuer und Wiedergeburt, 6. Teil.

  Die Rune Wunjo steht für das Vollkommene, das ursprüngliche Paradies, das Wünschen. Zu Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat.....Das ist ein bekannter Beginn...