Die Sendung mit dem Hu(h)n(d), Klappe 6

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Ich meine, meine Freundin Smeralda hat ja wohl doch im Großen und Ganzen völlig Recht.

Es zahlt sich eigentlich nicht wirklich aus, sich von unserer überlegenen, ja nahezu schon als erhaben zu bezeichnenden, Vogelperspektive herab mit Ihnen, den mehr oder weniger ausschließlich erdgebunden und flügellos dahin schlurfenden Affenartigen zu unterhalten.

Andererseits bin ich zuweilen ja durchaus einer gewissen Großzügigkeit nicht ganz abgeneigt.

Und außerdem: Wie sollten Sie denn sonst irgendetwas Bedeutsames lernen, wenn nicht gerade von uns, den Leichtfüßigen, den Dahinflatternden, den Adlerartigen, also eben den ganz wunderbaren Hühnervögeln.

Seien Sie mir also ruhig dankbar wenn Sie können.
In jedem Fall aber sollten Sie sich nun wirklich ein bisschen mehr darum bemühen, das Wesentliche in meinen klugen und ganz und gar Ihrer Weiterbildung und Weitsicht gewidmeten Ausführungen erst endlich einmal überhaupt zu erkennen.

Sie stochern ja mit Ihrem Schnabel fast die ganze Zeit über nur düster dreinblickend im Erdboden herum.

Nein, so wird das wohl nichts.
Strengen Sie sich also gefälligst ein wenig mehr an.

Selbst falls Sie kein Vogel sein sollten.

Es ist aber natürlich ohnehin müßig, über Ihr Vogelsein oder Nicht-Vogelsein zu spekulieren.

Wären Sie ein Vogel, hätten Sie mich ja wohl längst im Vorbeiflug verstanden.

Selbst der Hund, welcher gottseidank zur Zeit wieder einmal irgendwohin verreist ist, versteht ein klein Wenig von dem, was ich hier schreibe.

Wenn ich hier das Foto eines Hundes in den Text einfüge, wird mein hündischer Co-Autor wohl wieder zufriedengestellt sein.

Das ist ja auch der Grund, weshalb ich mich immer wieder so beeilen muss.

Ich schreibe ja schließlich nicht für den Hund. Der braucht also gar nicht alles mitzukriegen. Am Besten ist es eben, zu warten, bis er entweder schläft oder anderswo beschäftigt ist.
Der Begriff verreisen ist übrigens ohnehin lächerlich, was den Hund betrifft. Der verreist nämlich niemals alleine, er reist nur mit. Die reinste Abhängigkeit ist das.

Wir wilden Hühner hingegen, ja, wenn wir einmal loslegen, dann….ach, da könnte ich jetzt wirklich ins Schwärmen kommen.


Doch das führt wohl zu weit.
Außerdem ist für so Einen wie Sie wahre Freiheit ohnehin nur auf ganz beschränkte, eben nur auf sehr erdgebundene Weise zu begreifen.

Nein, lassen wir das also lieber wieder sein.

Ich weiß schon, dass wir eigentlich nicht wirklich richtig fliegen, oder zumindest tun wir es genau dann nicht, wenn Sie uns zuschauen.
Aber wir könnten es tun. Es liegt uns nämlich sozusagen im Blut, oder in den Genen, ganz wie Sie wollen.
Wir stammen von fliegenden Dinosauriern ab. Sie hingegen von ganz kleinen und unscheinbaren, Nüsse fressenden und sich in dunklen Erdlöchern versteckenden Waldbewohnern.

Seien Sie jetzt aber bitte nur nicht deprimiert.
Jeder ist eben ganz genau das, was er ist. Daran kann man nichts ändern.
Alles wahrscheinlich eine Frage guten Karmas, was soviel heißen soll, dass wir die Früchte unserer Taten und Untaten wieder selbst ernten.
Gute Taten hätten aus Ihnen wohl auch ein Huhn gemacht.
Sehr viele und sehr gute Taten natürlich, sonst geht es eben nicht.

Aber zumindest bis zum Hund hätten Sie es schon mit weit weniger guten Voraussetzungen bringen können.
Wahrscheinlich haben Sie es sich also selbst zuzuschreiben, wer oder was Sie jetzt sind. Also, dann, Kopf hoch und heldenhaft weitermachen.

Nur so kommen Sie schließlich noch zu Ihrer Hühner-Existenz, ich meine, früher oder eben auch vielleicht erst etwas später.

In der Zwischenzeit können Sie aber immerhin mit Hilfe eines umsichtigen und umfassend schamanisch erfahrenen Huhns Ihre Aufmerksamkeit schärfen, wahre Achtsamkeit entwickeln, sich weit über die gewöhnliche Ebene des schnöden Alltags hinausbegeben.

Das sollte Sie also schon ein wenig über die Randbedingungen dieser Ihrer nun einmal ja wohl etwas schwierigen Existenzform hinweg trösten.

Wenn Sie mir also achtsam zuhören, wird Ihnen gleich so Manches klarer werden. Zum Beispiel könnte Ihnen dann vielleicht auffallen, dass Sie und Ihresgleichen immer wieder von eigenartigen Dreibeinern umringt sind. Doch darüber will ich ja jetzt gar nicht sprechen. Das gehört ja wohl zum Selbstverständlichsten und ganz allgemein Bekannten, zumindest unter uns wahren Hütern der Weisheit, Ihren achtsamen und allzeit bereiten Hühnervögeln.

Wir sprechen also gleich wieder über die Achtsamkeit in ihrer schönsten Form.

Dazwischen aber wollen wir doch eine kleine Atempause einlegen.

Sie müssen dabei jedoch gar nicht aufhören zu atmen, sondern vielmehr dürfen Sie von mir aus ganz tief ein- und ausatmen, während Sie sanft aber so unbeirrbar wie nur möglich über die Bedeutung wahrer Achtsamkeit meditieren.

Keine Ahnung, ob Ihnen das dann wirklich ausreichend weiterhilft oder Sie auf diese Art gar zu wirklich umfassender Erkenntnis des Lebens und Ihres ja vielleicht bisher nur recht bescheidenen Beitrags zu demselben finden.

Wenn Sie ein Huhn wären, wäre wieder Alles ganz klar. Klar, einfach, einleuchtend und selbstverständlich.

Smeralda hat also im Großen und Ganzen wieder völlig Recht.

Smeralda hat zwar im Großen und Ganzen völlig Recht, ich will ihr aber trotzdem nicht so einfach Recht geben.

Wir Hühner sind nämlich wahre Individualisten, jede von uns ist ihr eigener Kosmos, eine Welt mit eigener Naturgesetzlichkeit, ein Universum mit ganz eigenen idealistischen Vorstellungen.

Meine idealistische Vorstellung sind nun einmal Sie. Ihre notwendige schamanische Weiterbildung, um es hier noch einmal ganz genau auf den Punkt zu bringen.

Das führt zumindest eine von uns zu einem wirklich erhebenden Gefühl wahrer Bestimmung.

Es ist eben, wie schon oben so klar gesagt, alles nur eine Frage guten Karmas.

Das Läuten schamanischer Glocken hilft zwar bei der Reinigung und Klärung der Umgebung, muss jedoch nicht unbedingt jegliches vielleicht doch etwas schwierige karmische Problem lösen.

Das Beitragsbild zeigt meinen alten karibischen Freund Phillip den II. Fragen Sie mich jetzt bitte nur nicht, was aus Phillip dem I. geworden ist. So etwas wollen Sie doch gar nicht wissen, nicht wahr?

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