Frau Holle, die galaktische Ausgrenzung, ein himmlisches Buch und strenge Selbstzensur als authentischer schamanischer Selbstausdruck
Oder: Warum wir Schamanen den Sommer im Winter feiern, die Nacht zum Tage machen und überhaupt alles am Liebsten verrückt auf dem Kopf stehen lassen.
Liebe Tante Clara!
Danke für Deine mitfühlenden Zeilen. Ich finde sie dichterisch natürlich auch sehr wertvoll, umso mehr als sie von Dir, meiner Lieblingstante, kommen.
Trotzdem muss ich an dieser Stelle zwei kleine Einwände vorbringen, die gegen ihre unkommentierte Veröffentlichung sprechen.
Ich darf, damit unser Leser auch weiß worum es geht, Deine andächtigen Zeilen hier einmal kurz wundervoll wiederholen, ich meinte jetzt natürlich, ich darf hier einmal Deine wundervollen Zeilen kurz andächtig wiederholen. Du schriebst also:
Tja, so schnell kann´s gehen.
Kaum schreibt man unbedacht,
wird eine Türe zugemacht.
Doch der Vorteil ist:
Auch wenn es draußen stürmt und schneit
versüßen wir euch die Weihnachtszeit
mit einem schönen Sommergruß
und 6 Blogs die man lesen muss.
Liebe Tante Clara!
Hier nun meine Einwände.
- Schamanen schreiben nie unbedacht.
Sie schreiben immer genau das, was sie wollen und das dazu noch immer genau dann, wenn die Zeit dafür reif ist.
Das wissen wir als stets cineastisch informierte Zeitgenossen im Übrigen schon von ihren Verwandten, den Zauberern. Genau so wird diese unbestreitbare Tatsache nämlich beispielsweise schon von Gandalf dem Grauen in „Herr der Ringe“, am Anfang des ersten Teils der Trilogie, wirklich zutiefst zutreffend bemerkt.
- Und dann der Satz: Wenn es draußen stürmt und schneit, versüßen wir Euch die Weihnachtszeit: Der ist völlig unrealistisch, Tantchen.
Das passiert nun mal nicht. Ich meine, es wird zu Weihnachten nicht schneien.
Nicht dass ich es nicht erhoffen könnte. Ja, Hoffnung gibt es. Hoffentlich also schneit es endlich einmal zu Weihnachten. Normaler Weise schneit es ausgerechnet dann nämlich nicht.
Es kann das ganze Jahr über schneien, speziell im Hochgebirge. Wir schamanischen Bergwanderer wissen das.
Frischer Schnee im Juli in den Alpen ist ja wirklich zumeist kein Vergnügen. Aber zu Weihnachten, wenn das ganze vom unglaublichen Weihnachtsstress bis auf seine Grundfesten durchgerüttelte österreichische Volk wirklich ganz begierig auf Schnee wartet, ja genau dann schneit es eben nicht.
Prinzipiell nicht. Oder jedenfalls so gut wie nie.

Die Jurte im Winter. Natürlich nicht zu Weihnachten. Eher im Februar oder März. Da liegt nämlich oft Schnee auf der Jurte.

Zu Weihnachten hingegen sehen unsere Jurten zumeist genau so aus wie auf diesem Bild. Natürlich kann das Bild auch im Juli aufgenommen worden sein. Das lässt sich nun mal rein fotografisch zumeist kaum unterscheiden.
Ich glaube ja, das liegt daran, dass wir die guten alten heidnischen Bedeutungen von Weihnachten und den Raunächten vergessen und verdrängt haben.
Weil wir sie durch die inzwischen unauffällig gewordene gedankliche Diktatur der Kirche in der Versenkung verschwinden ließen.
Ich meine, wir haben das zugelassen, so über die letzten paar Jahrhunderte hinweg.
Und der Lohn ist: Weihnachten findet schneelos statt.
Mutter Erde ist einfach nicht bereit, uns Schnee zu schicken. Rechtzeitig zu Weihnachten, meine ich.
Das wiederum liegt jetzt natürlich an Frau Holle.
Die müsste, wie wir ja aus dem Märchen wissen, nur ordentlich die Polster und Decken ausbeuteln, und schon käme der Weihnachtsschnee.
Aber sie tut es nicht. Sie ist nämlich, wie ich vermute, durch die ganze mythische Geschichtsfälschung ein wenig beleidigt worden.
Jetzt sitzt sie in ihrer Ecke und schmollt.
Frau Holle ist ursprünglich so etwas wie die mystische Mischung der Großen Göttin, unserer schamanischen Urmutter, die wir hier im Nagual-Schamanismus gern unter ihrem Kosenamen Mammi Schamammi verehren, mit der germanischen Unterwelts- und Todesgöttin Hel.

Das ist nicht Mammi Schamammi sondern meine Frau inmitten eines besonders schönen schamanischen Rituals am Meer. Allerdings verkörpert sie die Meeresgöttin, die ihrerseits wiederum eine enge Verwandtschaft mit der Großen Mutter aufweist. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich etwa mit der Großen Mutter verheiratet wäre. Wenn Sie meine Aussage jetzt etwa so verstehen sollten, dann verstehen Sie da irgendetwas ganz falsch, glauben Sie mir!

Hier hingegen sehen Sie die Mammi wie sie leibt und lebt. In und um uns, wie es sich versteht. Na, sehen Sie. Habe ich Ihnen etwa zuviel versprochen? Genau wie angekündigt findet es auch statt. So ist es ja immer bei uns. Dafür sind wir nahezu berühmt, wenn Sie verstehen was ich meine. Obgleich wir noch nicht wirklich berühmt sind, aber das kommt noch. Sie werden schon sehen. Im Beitragsbild oben sehen Sie die Göttin übrigens im Bild gleich links, also von Seite des Lesers aus betrachtet, gleich rechts neben dem Trommler, auf immerdar gebannt in eines der schon fast weltbekannten schamanischen Seidenbilder von Udo Vukovics.
Und für eine anständige wilde Unterweltstodesgöttin gehört es sich nun einmal, beachtet, verehrt und ein klein wenig auch gefürchtet zu werden.
Hel ist aber im kitschigen Kunst-Weihnachtsschnee des Christentums untergegangen. Zur Strafe beschneit uns Frau Holle nicht.
Pech gehabt. Aber das ist nun einmal die schnöde Wirklichkeit, die wir uns durch unsere Unachtsamkeit geschaffen haben. Wirklich.
Also können wir nicht schreiben: Wenn es stürmt und schneit.
Wenn es regnet und kalter Wind bläst wäre wohl okay.
Oder auch: Weihnachten im Grünen wird Euch auch dieses Jahr an den Sommer erinnern und umso lieber könnt Ihr dann unseren sechsteiligen spannenden sommerlichen Blog genießen.
Ja, das könnten wir wohl so oder so ähnlich veröffentlichen, ohne uns als weihnachtlich völlig falsch liegende schamanische Wetterpropheten lächerlich zu machen.
Schamanen irren sich übrigens auch nie mit dem Wetter. Sie machen es.
Nun gut, von dieser Werbung in Sache schamanischer Magie einmal abgesehen, sollten wir jedenfalls nicht zu tief in das schwierige Wetterthema eintauchen.
Also bitte hier nicht nur über das Wetter reden.

Wenn Schamanen Wetter machen gibt es manchmal nichts zu lachen. Zuweilen, wenn wir plötzlich irren, kann auch das Wetter sich verwirren. Trotz dieses alten schamanischen Spruches sind wir nicht für die in letzter Zeit gehäuft auftretenden Extremwetterlagen verantwortlich. Falls es, wie neuerdings in einem kleinen Dorf in Amerika mit dem Namen Woschington behauptet wird, keine Klimaerwärmung geben sollte, stehen wir wahrscheinlich knapp vor dem natürlichen Einsetzen der nächsten Eiszeit, die sich, bevor sie zuschlägt, noch kurz und unauffällig hinter einem unheimlichen Wärmeschild zu verbergen sucht.
Bist Du noch hier, Tantchen? Du bist gerade so schweigsam geworden.
Ja, ja, ich weiß natürlich, dass dieser Blog im Ganzen jetzt schon viel zu lang ist. Hier, genau an dieser Stelle also, müsste jetzt spätestens eine Unterbrechung folgen und die übliche Ankündigung, dass der nächste Teil in Kürze folgen wird. Aber wissen Sie was: Ich verzichte in einem Anflug vorweihnachtlicher schamanischer Großzügigkeit darauf und lasse Sie ganz ganz ausnahmsweise einen Doppelblog auf einmal lesen. Sie verzichten dafür bitte im Gegenzug auf jegliche Müdigkeitserscheinungen beim Lesen dieses großartigen Beitrags. Okay? Also abgemacht. Und schon geht es weiter. Sehen Sie nur selbst:
Liebste Tante Clara! Du brauchst mich jetzt nicht gleich mit Deiner Schweigsamkeit zu quälen. Es tut mir ja wirklich leid, dass ich Einwände habe. Ich weiß, Du magst das eigentlich nicht so sehr. Trotzdem, ich konnte gerade nicht anders.
Du bleibst aber trotzdem meine Lieblingstante.
Das umso mehr jetzt, wo ich soeben erfahren habe, dass Du nicht nach Alpha Centauri ausgewandert bist und auch von Deinem Plan, das ganze rechtsextrem verseuchte Sonnensystem für ein paar kurze Äonen unter Quarantäne zu stellen, zumindest fürs erste doch noch Abstand genommen hast. Auch dafür danke ich Dir als betroffener Erdenbürger ganz herzlich.
Und stell Dir vor, es wäre vielleicht ja aufgrund meiner unvorsichtigen Äußerung mittels meines vergangenen Blogs zu allem Überfluss sogar öffentlich bekannt geworden, dass die totale und endgültige mindestens tausendjährige Abschottung des solaren Volkes durch die Extraterrestrier ausgerechnet dem galaktischen Wirken einer meiner ganz nahen Verwandten, nämlich genau Deinem galaktischen Wirken, liebste Tante Clara, zu verdanken gewesen wäre!
Ja, mehr hätte es wohl nicht gebraucht, um meinen guten virtuellen Ruf für längere Zeit endgültig stark ins Wanken zu bringen.
Obwohl, ich weiß schon, Du ja immer zu mir gesagt hast: Ist der Ruf einmal ruiniert, lebt sichs gänzlich ungeniert.
Das stimmt natürlich, klar, aber all diese Anfeindungen bis dorthin! „Solarer Außenfeind, Alien-Schamane, raus mit dem extraterrestrischen Abschaum, sofort aus dem Sonnensystem werfen, den Mann“….So oder so ähnlich hätten die Rechten dann sicher schon wieder einmal geklungen, und das allzu gemeine Volk hätte es ihnen wohl völlig unbedacht nachgeschrieen. Ja, das hätte ich wohl oder übel dann alles über mich ergehen lassen müssen. Nein, es ist besser so. Besser so wie es jetzt ist.
Quarantänelos. Mühelos. Einfach himmlisch!
Apropos himmlisch:
Hast Du übrigens schon davon gehört, dass mein erstes und bisher bestes Buch jetzt schon praktisch jeden Moment zu seiner Erscheinung drängt? Ich meine, das Buch ist eine Erscheinung in sich, und es drängt nach seiner Veröffentlichung. Du bekommst natürlich ein Gratisexemplar von mir. Blut ist eben dicker als Wasser. Speziell unser altes spanisch-österreichisches Blut. Aber davon mehr im Buch.

Das sind keinesfalls kleine Weihnachtsgeschenke die etwa da vom Dach der Jurte hängen, sondern ein Traumnetz mit Traumkugeln. Zu unserem vorweihnachtlichen Traumjurtenworkshop kommen wir aber eigentlich erst im nächsten Blog. Sie müssen sich also wohl noch etwas gedulden. Schubsen Sie nicht! Es kommt schon, Alles eben zu seiner Zeit. Sie müssen jetzt wirklich einmal lernen zu warten. Und beruhigen Sie sich doch zuerst einmal. Es passiert ja nahezu ununterbrochen, dass bei uns etwas eindrücklich Besonderes passiert.
Bis dann, liebste Tante.
Und nur keine Panik. Die sechs aufrührerischen Blogs folgen gleich. Natürlich muss man sie lesen. Da stimme ich mit Dir jetzt völlig überein. Wir lassen uns doch nicht etwa die Zensur aus der Hand nehmen.
Schamanen üben die hohe Kunst der Zensur nämlich seit Jahrtausenden selbst aus. Selbstzensur vor allem. Das soll einfach heißen, dass wir nicht alle unsere Geheimnisse verraten. Nein, Sie erfahren nur ein klein wenig von all dem was wir wissen, wenn Sie da draußen sich nicht wirklich aufrichtig und intensiv darum bemühen, sie, die Geheimnisse des Kosmos nämlich, uns, ihren Hütern, doch noch zu entlocken. Tja, Sie wissen schon: Ohne Fleiß kein Preis. Lassen Sie sich aber davon nicht abhalten. Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall schöne weiße Weihnachten.
Weiße Weihnachten werden aber heuer wohl wieder nicht kommen.
Deshalb feiern wir Schamanen den Sommer ab jetzt im Winter.
Genießen Sie also in aller Ruhe und ganz ohne ein schlechtes Winter-Gewissen zu haben unseren fantastischen Sommer-Blog in sechs Teilen.
Die verrückte Welt erscheint uns Schamanen übrigens, sobald sie nur Kopf steht, fast wieder normal.
Warum und wie wir Schamanen aber die Nacht zum Tage machen verrate ich Ihnen jetzt doch eher noch nicht. Das ist nämlich eine ganz andere unglaubliche Geschichte, die Sie, wenn Sie Glück haben und natürlich meine Blogs brav abonnieren, in einem meiner zukünftigen Ausführungen, ja, wer weiß, vielleicht sogar schon bald, hier lesen dürfen. Ich habe es mir vorher eben anders überlegt. Sie dürfen sich natürlich gern darüber aufregen. Aber ich bin ganz unbesorgt. Ich bewege mich hier nämlich auf gesichertem Terrain. Plötzliche unerwartete Veränderung und Verwandlung ist das angestammte Vorrecht aller Schamanen. Das hält Sie und mich in Bewegung. Bewegung aber ist Leben und überraschendes Glück.
Lassen Sie sich also auch in Zukunft von uns überraschen. Sie werden schon sehen, wie wunderbar die Welt ist, sobald Sie sich auf sie und auf unser Tun nur ganz einlassen. Mehr Gutes kann auf dieser Website so knapp vorm Weihnachtsfest ja nun wohl wirklich nicht geschehen.
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Spotlight, der schamanische Scheinwerfer….diesmal auf ein kraftvolles Ritual auf der Feenalm gerichtet….