Lass Dir Dein Anrecht auf Magie nicht nehmen
um Dich dem Wahnsinn der Gesellschaft zu bequemen
Der schamanische Orientexpress, Erster Teil, zweiter Absatz.
First Class im Nachtzug der Kraft.
Thema: Der Urmensch.
Er hütet Ihr magisches Erbe.
Wecken Sie ihn doch einmal auf.
Sie werden überrascht sein.
Magisch interessiert heißt heute häufig: Pech gehabt.
(Nur nicht bei uns und unseresgleichen, den echten Schamanen.
Mit anderen Worten: Wir hier sind die letzten Priester der Kraft…)
Wenn Sie sich für Magie, Spirit, Trance, Ekstase, (verfeinerte) Emotionalität und das Erleben schamanischer Kraft interessieren, sind Sie normalerweise in unserer Gesellschaft schlecht dran. Viel schlechter zum Beispiel als wenn Ihr Interesse medizinisch-naturwissenschaftlichem Wissen oder wirtschaftlichen und politischen Vorgängen gilt.
Dinge wie Magie, Kraft, Spirit und Naturgeister existieren für viele Leute gar nicht mehr. Bestenfalls sind sie reine Glaubenssache.
Trance und Ekstase als Bewusstseinszustände sind dann vielleicht auch nur Verwirrungen im Gehirn die sich durch Biochemie und Gehirnforschung zur Gänze erklären lassen werden.
Nebenbei wird auch die Beschäftigung mit Emotionalität, säuberlich getrennt von allen esoterischen Inhalten und Bezugssystemen, der Psychotherapie und Psychologie überantwortet, sobald unser Innenleben uns vor Probleme stellt.
Für emotional Unaufgeklärte:
Es gab tatsächlich jene Zeit, in der Selbsterfahrung ein wichtiges Mittel zu Ausbildung einer reifen Persönlichkeit und zur Erweiterung unserer Beziehungs- und Liebesfähigkeit war.
Und so stellt sich für den modernen Menschen heute offenbar eher die Frage:
Wozu brauchen wir diese „esoterischen“ Begriffe und Erfahrungen, so sie überhaupt gemacht werden können, denn noch in unserer heutigen Lebenswirklichkeit?
Auf den ersten Blick wirkt die Ablehnung der oben angeführten inneren Wirklichkeiten ja sogar wie eine Vereinfachung.
Die Welt kann plötzlich auf das mehr oder weniger naturwissenschaftlich Durchschaubare zurückgeführt werden.
Das Archaische verliert seinen Platz in der Welt an die Rationalität.
„Gut so!“ sagen Sie vielleicht. „Sehr einfach und plausibel stehen Mensch und Welt mit einem Mal da. Endlich ist die Irrationalität aus dem menschlichen Denken entfernt und unser Verständnis vom Leben kann sich im hellen Licht der Aufklärung und unseres klaren Denkens entfalten.
Die „esoterische“ Sicht der Welt ist tot. Sie war unnütz. Ganz einfach überflüssig.“
Willkommen in der schönen neuen klaren Welt des Rationalen und der Wissenschaft?
Eigenartiger Weise stellt sich da bei mir gleich ein gar garstiges Schmunzeln ein.
Fehlt denn da nicht plötzlich etwas ganz Entscheidendes?
Tatsächlich haben Vertreter dieses scheinbar so rationalen Weltmodells ihre Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Der Urmensch in uns, Homo sapiens vulgaris magicus (der gewöhnliche vernunftbegabte magische Mensch), regt dabei nämlich sein zotteliges Haupt in die Höhe, grunzt unwillig und schüttelt sich angewidert.
Unser innerer Höhlenmensch ist mit dieser Reduktion seiner Wahrnehmungsfähigkeiten und der von ihr erfassbaren Wirklichkeit eigenartiger Weise so gar nicht einverstanden.
Er möchte viel lieber endlich wieder von uns mit der Ganzheit seiner Fähigkeiten verbunden werden, um mit der Wirklichkeit und all ihren Aspekten spielerisch und entspannt umgehen zu können.
Und ohne unseren inneren Homo sapiens geht nun wirklich gar nichts.
Oder zumindest geht unser Wunsch nach Harmonie mit uns selbst und der Welt so ganz und gar nicht mehr auf.
Deshalb kann ich Ihnen hier guten Gewissens sagen:
Der Mensch und seine Lebenswirklichkeit sind mit den Mitteln der Naturwissenschaft nicht erfassbar.
Ich meine nicht etwa nur: Nicht ganz vollständig. Nein, sondern in wesentlichen Bereichen grundsätzlich einfach gar nicht. Ganz und gar nicht erfassbar.
Sehr wohl kann uns das Denken aber dabei helfen, uns der Unmöglichkeit bewusst zu werden, die seltsame Welt da draußen auf eine für unser Leben bedeutungsvolle Weise zu begreifen, wenn wir uns nur an die Wissenschaft als einzigen Bezugspunkt für Erkenntnis halten.
Wir haben unsere Fähigkeit zu verstehen in dem Augenblick verspielt, in dem wir schon die erste Grundvoraussetzung zur Ganzheitlichkeit der Erkenntnis, den mit einer sehr viel breiteren Palette an Wahrnehmungskanälen ausgestatteten Homo sapiens in uns, verleugnen.
So ist es jedenfalls kein Wunder, wenn wir immer wieder über unsere eigentlichen Potentiale und unseren natürlichen Platz in der Welt in eine gewisse Verwirrung geraten.
Die liegt zu guter Letzt am Kopfschütteln des inneren Steinzeitbewohners.
Er betrachtet seine Umwelt nämlich nach wie vor mit derselben Genauigkeit und Klarheit, die ihm schon zu seiner Zeit dazu verhalfen, sich in einer noch ungezähmten Wildnis hervorragend zu behaupten.
Ein nur der Naturwissenschaft verpflichtetes System unserer Erkenntnis schränkt unsere möglichen Wahrnehmungsebenen also extrem stark ein. Mehr als uns bewusst wird.
Wir legen auf diese Art das Werkzeug weg, mit dem wir von Natur aus ausgestattet sind.
Realität und Erkenntnis unseres ursprünglichen Wahrnehmungssystems werden schließlich hinter den Scheuklappen der Rationalität verborgen.
Kleiner Einschub. Zugleich mein übliches Rezept an dieser Stelle:
Wahre Schamanen wie ich sind klarer Weise natürliche Experten für praktisch fast Alles, das nur im Entferntesten mit Unsinn oder Sinn zu tun hat. Aber das haben Sie sich sicherlich ohnehin schon gedacht.
Fortsetzung folgt natürlich. Erfahren Sie mehr von Ihrer Urmenschlichkeit.
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