Nachwort zum Bisherigen zugleich Vorwort für ein garantiert zünftiges zukünftiges Leben Ihrerseits.

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Das naturgemäß nur falls Sie wollen was Sie sollen.

Was einfach aber schwer ist. Weshalb die Meisten sich an dieser Stelle trollen.

Damit es hier nur ja kein fatales Missverständnis zwischen uns beiden, – also mir dem ersten heiligen schamanischen Tier und Ihnen, dem wir beide mit ganzem Herzen teils beruflich teils aus dem Selbstgefühl heraus wohl dienen -, gibt:

Ein kurzes ernstes Nachwort noch zur Situation der indigenen Völker.

Selbstverständlich ist es leicht nachzuvollziehen, dass gerade die Angehörigen indigener Völker sich nach der Vereinnahmung Ihres angestammten Landbesitzes, der Vernichtung Ihrer Lebensgrundlagen und allzu häufig auch der Ausrottung und Ermordung ganzer Stammeskulturen schließlich in der heutigen Zeit vehement dagegen wehren, auch noch einen Missbrauch ihrer spirituellen Grundlagen und Werte zu erleben. Ihr über Jahrtausende entwickelter kultureller und spiritueller Reichtum ist oft eins der wenigen Güter, die ihnen im Verlauf der Unterdrückung und ihres beiseite geschoben Werdens durch unsere europäische Kultur noch geblieben sind. Respekt und Mitgefühl für diese Gemeinschaften, welche die Schätze alter Traditionen hüten, und für die ihnen zugehörigen  Menschen, denen Angehörige unserer Kultur oft bis heute übel mitspielen, gehören für uns zur Grundlage unseres Selbstverständnisses.

Konkrete kulturelle beziehungsweise ebensolche spirituelle Rituale einer bestimmten Kultur sind dementsprechend auch unserer Ansicht nach alleiniges geistiges Eigentum des jeweiligen indigenen Volkes.
Ihre Weitergabe oder Nutzung kann und soll daher nur mit Erlaubnis und Einwilligung der anerkannten spirituellen Autoritäten des jeweiligen Stammes erfolgen.

Wir im Nagual-Schamanismus praktizieren oder nutzen aus diesem Grund keinerlei von indigenen Stammeskulturen gestohlenes geistiges oder spirituelles Wissen.

Das, was sich einzelne Stammeskulturen noch bewahrt haben, ging uns in Europa zum größten Teil verloren: Stimmige magische Spiritualität, Trance, Ekstase, Verbindung mit den Naturgeistern, archaische Heilverfahren und vieles mehr, was zum ursprünglichen Erbe des jungsteinzeitlichen Jägers und Sammlers gehört.

Doch der Schamanismus und die Beschäftigung mit spirituell bewusster und magischer Natur erleben gerade eine Renaissance in Europa.

Wir im Nagual-Schamanismus verstehen uns in diesem Sinne als Wegbereiter und Förderer einer eigenständigen europäischen Spiritualität, die ihren Ausdruck unter anderem im Schamanismus und in der Hinwendung zu einem magisch-spirituellen Weltbild findet.

Wir, die ihrer ursprünglichen natürlichen Beziehung zur magischen Natur beraubten Europäer, haben Glück: Die Geister kehren mit ihrem Wissen zu uns zurück. Wir müssen uns nur der Tiefe zuwenden, um den ganzen tiefen Inhalt ihrer Botschaften aufnehmen zu können.

Die Kunst, in der Magie hier wirkt, zeigt uns was Gott im Rätsel birgt.

Die Kunst, in der Magie hier wirkt, zeigt uns was Gott im Rätsel birgt.

Spiritualität, Magie, Schamanismus, die Begegnung mit Naturkräften und –geistern, die Verbindung mit dem Spirit und auch die eigentliche Tiefe schamanischen Wissens hängen im Eigentlichen nicht von kulturellen Bedingungen und Gegebenheiten ab.

Sie sind unser grundlegendes menschliches Potential, entstammen unserer Fähigkeit zur Kommunikation mit der geistigen Welt und ihren Instanzen.

Die meisten der wenigen Menschen, die in Europa Schamanismus in seiner ursprünglichen Tiefe praktizieren können, beziehen ihr Wissen aus einer Synthese verschiedener indigener Quellen, zumeist mit vollem Einverständnis und der Zustimmung ihrer Lehrer.

Unserem Nagual-Schamanismus liegt eine spirituelle Synthese völlig anderer Art zugrunde.

Geboren aus dem magischen Feld alpiner Feen, eingetaucht in die grundlegenden Ideen des Sufismus, durch altes tantrisches Wissen und die doch viel jüngeren Erkenntnisse der humanistischen Psychologie inspiriert, mit einem alten Mythos und tiefem Knowhow im Bereich des Nagualismus versehen, fehlt ihm nur eines: Die Anleihen aus indigenen Quellen.

Natürlich finden bei uns trotzdem Schwitzhütten und Feuerläufe statt, wir verehren die Große Mutter als Symbol der Natur, kennen uns mit dem Medizinrad recht gut aus und verbringen ganze Nächte in Trance oder Wochen in der Traumzeit.

Allerdings liegt all diesen Ritualen stets unser eigener Ansatz zugrunde.

Wir praktizieren beispielsweise nicht die Schwitzhüttenrituale nordamerikanischer Indianer oder die Heilrituale nepalesischer Schamanen.

Wir praktizieren einfach, was wir eben so vom Spirit und den Instanzen der Natur bekommen haben.

Dass dies eine Tiefe, Magie und Kraft erreicht, die es uns ermöglicht, hier, mitten im Herzen Europas authentischen europäischen Tiefenschamanismus anzubieten, ohne auf indigene Quellen zurückgreifen zu müssen, ist sicher eine außergewöhnliche Seite unseres schamanischen Weges.

An dieser Stelle ginge es jetzt wohl um Begriffe wie Wertschätzung und Anerkennung, um eine Überprüfung des hier von uns Angekündigten und vielleicht sogar um einen fruchtbaren Dialog von an der Tiefe im Schamanismus Interessierten.

Leider ist vielen unserer in der schnellen Kultur der westlichen Zivilisation aufgewachsenen Mitgenossen und Mitgenossinnen eine gewisse geistige Unbeweglichkeit nicht ganz abzusprechen.

„Vorurteile und Besserwisserei sind die neuen Götzen unserer Zeit“, behauptet Armin der Etrusker.
Und der muss es ja wissen, als wahrlich niemals zensurierter Zeitzeuge dieses unseres neuen Zeitalters.

Sie sagen, es gäbe keinen Armin den Etrusker, ich würde hier Armin den Cherusker meinen, der gegen Rom in der Spätantike kämpfte und so weiter?
Da sehen Sie es wieder, schon kommt dieser Spielball der Besserwisserei über Sie und trifft punktgenau ihren eingebildeten teilgermanischen Schädel.
Vergessen Sie Cherusker und Arminius einmal. Um den geht es doch gar nicht.
Oder leben Sie etwa noch im alten Rom?

Wenden Sie sich doch dem Wesentlichen zu!
Jedenfalls meinte mein etruskischer Freund Armin eben genau das, er sagte nämlich geradeheraus und ohne Umschweife, es würde uns allen gut anstehen, Gefühl und Verstand endlich wieder mit der Intuition zu vereinen und uns dann vor allem anderen dem wirklich Wesentlichen zuzuwenden.

Da sehen Sie es. Genau darum geht es mir hier.
Und genau darum sollte es Ihnen wohl auch gehen, meinen Sie nicht?

Das Wesentliche einer Sache wäre aber doch wohl, was wirklich von ihr ausgeht und nicht, wie bekannt sie bereits erscheint oder ob sie Ihren eigenen bisherigen Überzeugungen und Vorurteilen richtig gut entsprechen kann.

Meingottzumersten, am liebsten möchte man hier laut aufstöhnen, sich gleichzeitig an Bauch, Stirn und Nacken halten und mit stimmgewaltigen Worten der breiten Öffentlichkeit die Wahrheit entgegen schmettern:
Ja, Ihnen fehlt wohl wahrscheinlich Allen nur ein bisschen unabhängiges Selbstvertrauen und wirkliches Selbstgefühl, somit also das, was man als eine gewisse Form eigenständiger geistiger Autorität bezeichnen könnte.

Aber das geht nicht. Vor allem für das gleichzeitige Halten von drei Körperstellen ist der Mensch nur sehr unzureichend ausgerüstet. Uns fehlt nun einmal oft die dritte Hand.

Die aber bräuchten Sie, um sich eine eigene fundierte Meinung ganz ohne Vorbehalte und Besserwisserei zu bilden.

Nein, nein, ganz falsch. Ich meine hier nicht Ihre fehlende dritte Hand. Ich wollte über Ihre eigenständige geistige und spirituelle Autorität sprechen.

Die aber bräuchten Sie, um sich eine eigene fundierte Meinung ganz ohne Vorbehalte und Besserwisserei zu bilden.

Die dritte Hand wäre bisweilen natürlich auch sehr praktisch, finden Sie nicht?

Die Sache mit der eigenständigen Autorität ist zwar etwas leichter zu bewerkstelligen, aber immer an sich noch recht schwierig.

Recht schwierig, ich weiß.
Ich kann es Ihnen ja gut nachsehen.
Meistens zumindest.

Es macht aber mein Leben als spiritueller Lehrer schon auch etwas mühsamer, wenn Sie sich nicht über Ihren mentalen Tellerrand hinauswagen.
Das können Sie mir jetzt mal glauben, falls es Ihnen an dieser Stelle nichts ausmacht, etwas gläubiger zu sein.

Aber selbst wenn nicht:

Sie werden inzwischen vielleicht verstehen, warum wir uns mit der uns innewohnenden Leichtigkeit und Unbekümmertheit gerne auch einen unglaublich begeisternden ethnologischen Hintergrund zulegen, wenn es nur dem wahren und edlen Geist unserer Sache dient.

Ja, der Geist und Sie.
Eine vielleicht noch gut ausbaufähige Beziehung.

Kommen Sie ruhig einmal bei uns vorbei.
Wir können uns das Alles ganz in Ruhe anschauen.
Wahre Magie, Wahrhaftigkeit und spiritueller Mut können wirklich helfen.

Auch das dürfen Sie mir hier wieder einmal ganz ungeniert glauben.

Meingottzumzweiten, wenn ich so weiterschreibe, werden Sie, der Leser, wohl in Kürze noch gläubiger Anti-Illusionist.

Ja, das wäre dann aber doch eine gewaltige Überraschung für Sie selbst.

Ja, dann, da bin ich mir jetzt ziemlich sicher, staunen wir wohl beide.

Im Grunde müssen Sie sich ja nur aus Ihrer selbstgewählten Begrenzung befreien.

Betrachten Sie doch einmal Alles von der großzügigen und freien Warte aus.

Wir hier im Nagual-Schamanismus lehren Kraft und Großmut.

Auch das ist eine gute Beschreibung unseres Schamanismus.

Öffnen Sie also vielleicht sogar ganz fraglos Ihr Herz, und lassen Sie sich von der Wahrheit wirklichen Geschehens berühren.

Deshalb müssen Sie nicht zu einer Art leichtgläubigen Idioten werden. Keinesfalls.

Vielmehr ist genau das Gegenteil der Fall.

Ich glaube, Sie werden sich selbst kaum wiedererkennen, sobald Sie Ihrer neuen desillusionierten Gläubigkeit und Ihrer wahren Herzlichkeit die Führung Ihres Lebens überlassen.

Ich weiß schon:

Kaum ist es einmal fein und frei, ruft jemand nach der Polizei.

Allerdings braucht Sie das dann gar nicht zu stören.

Wahrscheinlich geht es nämlich bei der ganzen polizeilichen Amtshandlung nur um einen kleinen Taschendiebstahl irgendwo nebenan.

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