Nüchtern betrachtet…..diesmal von einer Unbekannten, die sich dann aber als…
Ich habe letztens eine fast ganz nüchtern betrachtete anonyme Postkarte bekommen.
Die Postkarte war dicht beschrieben und enthielt ein interessantes Feedback zu unserem Ekstasetanz.
Nach kurzer Überlegung beschloss ich, diesen Text….
…..tatsächlich unter Nüchtern betrachtet zu veröffentlichen, obwohl die unbekannte Schreiberin offenbar dachte, ihr Text passte wohl am Besten zu Spieglein Spieglein an der Wand.
Deshalb beginnt der Text jetzt auch genau so, also mit dem Spieglein, aber dann gleitet er in fast nüchterne Betrachtungen der Welt und des Schamanismus ab.
Inzwischen habe ich mit ziemlicher Sicherheit auch den Namen der Verfasserin herausgefunden.
Nach allem, was ich über sie weiß, und unter Zuhilfenahme einer kurzen aber durchaus prägnanten Stilanalyse von Seiten meines ständig gerichtlich vereidigten Sachverständigen und permanenten schamanischen Beraters Emilio Papageno, konnte ich die folgenden Zeilen nur einer einzigen möglichen Person als Verfasserin derselben zuordnen.
Hier ist ihr Beitrag und hier spricht sie selbst, die bekannte Fotografin und Modedesignerin, die Muse der kreativen Gestaltungsbildner und Bildgestalter, die herausragende, einzige und einmalige Gennie Pickles!
….diesmal von Gennie Pickles.
Spieglein, Spieglein an der Wand
Haben Sie die Geschichte mit dem Ponyhof gekannt?
Letztens beim Ekstasetanz meinte mein kleines inneres Teufelchen so nebenbei:
Das Leben ist kein Ponyhof!
So ein bescheuerter Spruch… wer will schon einen Ponyhof?!
Aber ein bisschen Abenteuer und Vergnügen im Leben wäre schon ok!
Und bisschen Verrücktsein und etwas Leichtigkeit…und ein Pferd, wohlgemerkt kein Pony, ein Pferd.
Aber naja, wir wissen: Leicht ist es nicht, das Dasein, mahnt das Teufelchen.
Und Verrückt sein kommt nicht so gut an das draußen, oder?
Und dann kommt da dieser Schamane und redet etwas von Ekstase und von Fülle und Leere – pah!
Schon richtig gelesen: Leere, nicht Lehre!
Das wird dir eine Leere sein! Da bekommt dieser Spruch gleich eine ganz eigene Note.
Mein Teufelchen ist verwirrt: Was hat Leere mit Ekstase zu tun? Das passt so gar nicht ins Konzept!
Fülle, ja gut, Fülle kann man noch einordnen: Gefüllt sein mit Liebe und Spirit und so…
Aber leer ist nichts…also ich meine philosophisch gesehen, ist nichts das Nichts. Oder?
Das Hirn raucht, mein Teufelchen schweigt für kurze Zeit!
Der Schamane motiviert zur ekstatischen Erfahrung! Rein in die Ekstase…leichter gesagt, als getan.
Meine Teufelchen rümpft die Nase: Wie soll das auch gehen?
Tanzen hilft …beweg dich und schau, was passiert!
Such dir aus, womit du beginnst: Mit der Fülle oder der Leere…na super!
Klar, kommt mir als erstes die Leere in den Sinn…typisch, meint das Teufelchen.
Widerwille…das kann kein Vergnügen sein, die Leere zu tanzen. Kein Ponyhof…nicht mal ein Pferd…
Augen zu und durch! Wird schon nicht schlimmer werden, als mein inneres Teufelchen unkt.
Irritation macht sich breit: Nach Nichts fühlt sich die Leere nicht an…eher wie eine frische Brise…klar und leicht und doch irgendwie voll, erfüllt.
Und kraftvoll und frei…wie ein wildes Pferd!
Ich staune, mein Teufelchen schweigt.
Und der Ponyhof? Ach ja, da war ja noch der Ponyhof…
Irgendwie habe ich jetzt grad den Faden dazu verloren, jammert das Teufelchen.
Macht nix, macht gar nix…war eh eine blöde Geschichte…wer will schon einen Ponyhof, wenn man ein wildes Pferd haben kann…

Also, ich wollte mit dem Bild der Trommel an dieser Stelle nur ausdrücken, dass die Geschichte hier zwar endet, wir aber schon sehnlichst auf weitere Stories der Autorin hoffen. Ich hoffe nur, sie hört mein Trommeln und lässt mich und all die neuen Leser, die hier ebenfalls in kontemplativer Neugierde verharren, nicht allzu lange warten.
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