Der Schamanische Leckerbissen, 1: Wir, die Kinder der Kraft

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Hier habe ich extra für Sie einen meiner Lieblingsbeiträge aus dem Vorjahr wieder aktiviert. Er beschreibt unsere jährliche Visionskraft-Schwitzhütte in Wort und Bild.

Ich meine, dass gerade dieser Text einen intuitiven Eindruck unserer Arbeit mit Geist und Kraft vermittelt.

Der Geist spricht zu uns durch die Seele. Die Kraft bewegt uns unaufhörlich und bringt uns zugleich zur Ruhe.

Die Wirkung von beidem wird durch Rituale verstärkt und mit uns innig verbunden.

Gerade jetzt im Winter, noch ein ganzes Stück weit von der Ekstase der Schwitzhütte entfernt, macht es Spaß, die Vorfreude auf dieses Ereignis wieder zu wecken.

Außerdem ist es gleich nicht so kalt, wenn ich mir die Schwitzhütte vergegenwärtige.

Die Schwitzhütte ist eines der wenigen Rituale und Veranstaltungen bei uns, wo die Teilname an gewisse Vorbedingungen geknüpft ist. Genauer gesagt können Sie die Schwitzhütte nicht als Einstiegsritual besuchen. Wir möchten Sie zuvor im Rahmen eines beliebigen Workshops bei uns kennenlernen. Dann steht Ihrer direkten Begegnung mit Mythos und Kraft bei der Schwitzhütte nichts mehr im Wege.

Unabhängig von Ihrem etwaigen Interesse an einer Teilnahme vermittelt  dieser Beitrag einen ersten Geschmack von der Unmittelbarkeit der Begegnung mit Natur und Spirit, die Sie bei uns vorfinden.

Unsere Schwitzhütte ist eines der großen jährlichen Rituale im Nagual-Schamanismus.

Sie bedeutet für uns, der Kraft des Mythos direkt zu begegnen und Jaguar und Co. direkt ins Antlitz zu schauen.

Vergessen Sie aber dabei bitte nur nicht, dass diese wilden Genossen und Genossinnen eben keine Krafttiere sind.

Hier habe ich extra für Sie einen kleinen poetischen Text verfasst und mit den Bildern unserer heurigen Schwitzhütte unterlegt.

 

Die Schwitzhütte ist unbeschreiblich,

der Großen Mutter weiblich Schoß

trifft auf des Geistes blitzend Sproß

und so vereinigt sie im Ganzen

Himmel und Erde und den Ranzen

des Wanderers, der nie stille stand.

Wir nähren uns daraus, aus altem Wissen,

die Kraft des Mythos liegt mit uns zu Füßen

des Weltenbaums. Und wir, die wir sein Lied

nicht missen müssen, verfallen in Ekstase,

wenn über uns die Nacht hinzieht.

Die Pracht der Hüter alter Macht

wird uns zur Freude eingebracht

im Tanz von Wasser, Stein und Feuer.

Ganz ungeheuerlich. Ganz feierlich.

Im Ganzen ein Gedicht.

Wie gut dass wir nicht alles wissen.

Wie gut dass wir unendlich sind.

Wie gut dass wir des Großen Geistes Kinder sind.

Wie gut dass wir uns selbst begrüßen,

im Raum des Wissens, dem wir einst

entsprungen sind.

Die Kraft der Vision

weht durch uns durch und durch.

Kaum ist die Herrlichkeit der wilden Nacht verblasst

Erblicken wir gereinigt unseren Morgen schon.

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