Spotlight, der schamanische Scheinwerfer: Aus unserem Lexikon der Kraft

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Heute wollen wir Ihnen über den Kraftkörper erzählen. Wir nennen diese Beitrag vielleicht am Besten:

Der Kraftkörper aus der Sicht des Nagual-Schamanismus

Bei diesem Thema mag es sein, dass Sie ein bisschen tiefer in die Welt des Nagualismus, dessen Vertreter unter anderem auch wir hier im Nagual-Schamanismus sind, eingeführt werden.

Wir beginnen aber ganz langsam:

Der Kraftkörper, unser magischer Anteil an der Welt, wird in aufeinander folgenden Schritten der Kraft entwickelt. Er ermöglicht es Ihnen, sich die Kraft der Schamanen zu Eigen zu machen.

Der erste Schritt in der Entwicklung Ihres inneren schamanischen Magiers ist das sogenannte Kraftkörper-Schließen. Dabei wird in einem speziellen Ritual zu Beginn der Ausbildung Ihr bisher unbewusstes magisches Feld mit Hilfe des Vorgangs des Welt Anhaltens und anderer magisch-spiritueller Praktiken in einen neuen sehr ungewöhnlichen, den stabilen magischen Zustand versetzt.

So steht es wohl schon in unserem kleinem schamanischen Glossar auf der Website.

Was wäre dem noch hinzuzufügen?

Bei Carlos Castañeda wird der Kraftkörper als leuchtendes Ei beschrieben, dessen Montagepunkt verändert werden kann. Der Montagepunkt ist der Focus, auf den sich die Beziehung von Kraftkörper und Welt stützt.

Eine Veränderung des Montagepunktes schafft somit eine neue Wahrnehmung im Inneren des Betrachters und gleichzeitig eine neue Welt, die den Betrachter damit außen umgibt.

Ich ziehe anstelle des Begriffs Montagepunkt den Begriff magischer Dialog mit der Welt vor. Dabei geht es natürlich nicht um diesen Dialog, den wir beständig zur Ablenkung mit uns selbst führen. Es geht hier vielmehr um den Dialog, den wir mittels des Kraftkörpers mit der Welt führen.

Eine Veränderung des Dialogs kann also Vielerlei bewirken.

Wenn wir von der Vorstellung eines Montagepunktes ausgehen, denken wir eher an festgelegte Bahnen, die dann eben zu ganz bestimmten Veränderungen von Welt und Wahrnehmung führen.

Bei einem magischen Dialog des Kraftkörpers mit der Welt erscheint hingegen alles eher als fließender Prozess. Die Absicht, jene Kraft, welche sich durch das Nagual, das Unfassbare zieht, wenn wir dieses als Welt der Kraft wie einen Raum betreten, steht bei Castañedas Begriff des Montagepunktes im Zentrum des Interesses.

Wenn wir die Veränderungen der Wahrnehmung und der Umgebung hingegen als Dialog betrachten, wenden wir uns fast automatisch einer Balance zwischen Absicht und Absichtslosigkeit zu. Diese Balance entspricht auf genauere Art und Weise der Vorgangsweise des Nagual-Schamanismus. Es geht weniger um dauerhafte Veränderung des magischen in der Welt Seins, – diese findet im Nagual-Schamanismus ja trotzdem und ohnehin statt, sondern viel mehr um die Beweglichkeit des Schamanen oder hier, des Betrachters, der zwischen verschiedenen Formen des magischen Dialogs mit der Welt wechseln kann.

Das soll aber nun nicht bedeuten, dass jegliche magische Veränderung reversibel wäre. Ganz im Gegenteil: Die Veränderung durch Magie ist normaler Weise ein irreversibler Prozess.

Der Kraftkörper aber ist, wie schon oben erwähnt, das an uns, was uns überhaupt in die Lage versetzt, mit dem Unfassbaren zu kommunizieren und Magie zu wirken. Wir sind neben unseren alltäglichen Anteilen auch mit einem magischen Anteil ausgestattet, der normalerweise jedoch nicht oder nur ganz selten von der in ihrem Alltag verhafteten Person erlebt wird.

Dabei meine ich mit Alltag die Alltagswahrnehmung, das also, was uns vom Erleben der Welt als magischer Bühne trennen kann.

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