Spotlight, der schamanische Scheinwerfer. Schamanismus als Magieschule……ein Text von Ursula……

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Warum ich, nachdem ich ja ausgezogen war, um das Fürchten zu lernen….

Nein, das konnte ich schon von ganz allein.

Ich war vielmehr ausgezogen, um mich selbst und die Welt der Magie besser kennenzulernen.

Dass ich dann aber auch noch zur Schamanin werden wollte, und warum mich der Schamanismus so stark in seinen Bann zu ziehen vermochte, das war mir selbst ein Geheimnis.

All das wusste ich selbst zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht so genau.

Es war mir mehr im Innern verborgen geblieben als dass es sich so ganz klar offenbart hätte.

Jedenfalls war ich angezogen von Allem, was es da zu entdecken gab.

Die Neugier hatte mich gepackt.

Ich war in die Ausbildung zum Nagual-Schamanismus eingestiegen und obwohl ich mir im nachhinein zuweilen nicht ganz klar darüber bin, ob ich wohl so recht bei Sinnen gewesen war, als ich mich zur Teilnahme an der Ausbildung entschlossen hatte, war ich mit Feuer und Flamme dabei.

Nicht, dass die Ausbildung an sich Verrücktheit oder außer sich Sein als Voraussetzung gehabt hätte.

Aber wie ich fand, konnte ein bisschen davon jedenfalls nicht schaden.

Vor allem die Vorstellung vom Weg der Schönheit, der uns umgibt und eine Beschreibung für das Vorhandensein wahrer schamanischer Balance darstellt, hat mich von Anfang an fasziniert. Diesen Weg wollte ich gehen.

Was mir dabei geholfen hat? Warum ich diese Spur nicht mehr verließ?

Geborgenheit in der Gruppe, ein feines magisches Feld, das sich um mich und die Gruppe herum schützend aufgebaut hatte, ein Gefühl der Sicherheit selbst im scheinbar Unwägbaren der wilden Natur, gemischt mit der Neugier, die mich fest in ihren Tatzen hielt, das gab meinem Leben einen spürbar neuen Sinn, eine Richtung und Orientierung.

Über die ganzen Jahre meines Einweihungswegs zur Schamanin hat mir dieses Sinnhafte und zugleich Aufregende Spaß gemacht und mir innerlich Halt gegeben.

Damit aber all die vielen Prozesse möglich sind, die plötzlich aus dem eigenen Inneren hervorbrechen, wenn der Mensch sich intensiv mit Magie und Kraft zu beschäftigen beginnt, muss man sich dabei zeitweise schon ganz schön viel mit sich selbst auseinandersetzen. Die Selbsterkenntnis, so wurde mir schnell klar, hört vielleicht gar nie auf…

Was sich mit den Jahren gewandelt hat, ist am ehesten das Ziel meiner Neugier. Die gilt zwar immer noch der Magie, wenn jetzt auch auf viel höherem Niveau, aber insgesamt hat der Aspekt des Magischen sich doch noch viel stärker in demjenigen des Spirituellen aufgelöst. Die Magie ist zum Spirit geworden, und der Spirit steckt voll Magie.

Der innere Ruf schmeckt immer deutlicher nach Hingabe und Selbstverständlichkeit. Mein schamanisches Dahinfließen mündet immer öfter und immer tiefer in der feinen Umarmung des Geistes der Ekstase.

Und mein schamanischer Weg der Schönheit ist zugleich ein Weg der Einfachheit geworden.

 

 

 

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