Stormy Monday. Montagskater 2
Die derzeitige seltsame Verteilung meiner Körperbehaarung ist noch lange kein Grund für den montags zeitweise hervortretenden Kater. Nein, Ausmaß und Orte meiner Körperbehaarung
sind mir ganz gleichgültig.
Dass sich die wenigen verbliebenen Haare in meinem Kopf- und Nackenbereich am Montag plötzlich häufig aufzustellen pflegen, hat also offenbar ganz andere Gründe.
Natürlich, werden Sie vielleicht sagen, jetzt schreibt dieser Schamane gleich wieder etwas Politisches. Aber nein, nur keine Angst. Das Politische schreibe ich hauptsächlich in meinem Blog zur Lage der Nation. Jaja, natürlich kann es schon sein, dass es auch hier oder anderswo einmal einen klitzekleinen Platz findet. Gerade in politisch düsteren Zeiten wie diesen. Doch jetzt gerade nicht. Es ist ja auch so künstlich natürlich, das Politische, oder natürlich künstlich. Da bleibe ich doch lieber beim wirklich Natürlichen.
Das Natürliche ist aber auch ziemlich häufig in Gefahr. Wodurch? Na, durch das Politische natürlich. Ich meine, schauen Sie nur einmal nach Polen. Dort werden derzeit die letzten Urwälder Europas abgeholzt und wieder Wisente zum Abschuss freigegeben. Daneben wird das künstlich Natürliche, wie zum Beispiel Demokratie und Rechtsstaat, von den unsäglichen Rechtsextremen ebenfalls zerstört. Beides erfreut die Schamanenseele natürlich keineswegs.
Aber lassen wir das. Solche Widerlichkeiten beschäftigen mich außerdem ja nicht nur montags.
Lassen Sie mich jetzt also bitte in aller Ruhe nach der Ursache des Montagskaters forschen. Das kann ich eben nicht tun, wenn Sie mich dauernd mit diesen politischen Nebengeräuschen ablenken, selbst wenn diesen Geräuschen tatsächlich ziemliche Bedeutung zukommt.
Könnte der Montagskater einfach mit dem zeitigen Aufstehen in der Früh zu tun haben, so banal diese Erklärung für einen Schamanen wie mich wohl auch wäre?
Nein, das kann nicht sein. Erstens stehe ich ja täglich mehr oder weniger zeitig auf. Montags eher weniger, weil da oft aber nicht immer die magischen Gruppen gerade wieder vorbei sind und mein Alltag danach mit einem normaler Weise recht glücklich verlaufenden Versuch temporärer Langschläferei beginnt.
Beneiden Sie mich jetzt nur nicht darum. Dazu haben Sie nämlich als Sonntagsfreizeitgestalter gar kein Recht! Es sei denn, Sie gehörten auch zu den Sonntagsarbeitern, die eben dann montags blau machen.
Aber warum wird dieser blaue Montag bisweilen vom Kater überwältigt?
Das bleibt momentan noch rätselhaft.
Ich bin aber schon auf der Suche nach einer Erklärung.
Warten Sie nur ab.
Vielleicht kommt diese ja schon im nächsten Blog.
Ich meine natürlich im nächsten Blog zum Montagskater.
Oh, jetzt hätte ich beinahe zu früh mit diesen Zeilen aufgehört.
Da sehen Sie wieder einmal, wie mich der Montagskater in seinen Krallen hält!
Aber wir haben noch ein bisschen Zeit.
Apropos Zeit. Habe ich Ihnen eigentlich schon verraten, dass wir im Nagual-Schamanismus recht häufig mit Zeitmagie und magischen Elementen arbeiten, die sich dann im Laufe einer Gruppenveranstaltung oder eines Rituals beständig verdichten und erweitern?
Nein? Dann sage ich es Ihnen eben jetzt.
Natürlich ist das Alles jetzt künstlich etwas vorsichtig formuliert, weil ich ja natürlich inzwischen weiß, dass meine Mitbewerber emsig meine Website studieren um immer wieder einzelne Sätze und Begriffe aus dieser abzuschöpfen.
Nicht dass sie damit im Kern allzu viel Erfolg hätten. Denn der Kern dieser Arbeit, die wir Ihnen hier beständig anbieten, ist nun einmal doch recht einzigartig und unnachahmlich.
Aber die äußere Schale dieser Anderen, die uns, nun ja, geistig bestehlen,…
– ich hätte jetzt natürlich gern an dieser Stelle etwas Netteres gesagt, einen edleren Begriff verwendet, aber montags fällt mir eben immerzu nur das Direkte und allzu Deutliche ein -…
die Schale dieser Anderen also, gleicht dann unserer Schale gleich wieder ein bisschen mehr als vorher.
Deshalb muss ich beständig zum Kreativen greifen, der in mir wohnt und ihn und den Geist, der uns umgibt, um neue Inspirationen für die Schale bitten.
Danach heben wir uns wieder deutlicher von den Anderen ab, die uns vorher etwas zu nahe rückten. Natürlich nur, was die Schale betrifft.
Weil aber nun wahre Magie auch nicht ganz unbedarft angewandt werden sollte, verberge ich beständig einige Elemente unserer magischen Vorgehensweisen vor der eigenen Website.
Ein trauriges Kapitel schamanischer Verborgenheit ist das. Wirklich.
Trotzdem. Es muss sein. Glauben Sie mir. Ich kann einfach nicht anders als die Wahrheit sprechen.
Ob dieses sogenannte Abkupfern der eigenen Worte und Sätze jetzt schon bei mir zum Montagskater führt?
Lassen Sie sich da ruhig noch etwas Zeit mit voreiligen Schlüssen.
Am Besten lassen Sie sich da gleich in Zukunft überraschen.
Ich schlage vor, wir sehen uns mit diesem Thema wieder.
Montags natürlich.
Direkt unter der Pranke des Katers.

Ich, der Kater, habe mich im Übrigen noch nicht endgültig entschieden, welcher Kater ich nun einmal hier auf dieser Seite bin. Ich wechsle eben noch meine Erscheinung. Aber das tun wir Katzen ja beständig. Es sollte Sie also eigentlich gar nicht überraschen. Oder etwa doch? Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass Sie sich über Ungewöhnliches nur aufregen, wenn es die recht hoch gelegte Schwelle Ihrer Alltagswahrnehmung endlich einmal überschreitet. Davor fällt es Ihnen offenbar gar nicht erst auf. Sehr praktisch ist das nicht. Wir Katzen haben Ihnen da nebenbei viel voraus. Wir erkennen mühelos das keinesfalls Selbstverständliche. In dieser Katzenkunst müssen Sie sich jetzt wirklich noch üben, sonst werden Sie nie zu einem richtigen Kater.
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Back to the roots: Schamanismus pur. Die Begrifflichkeit des Außergewöhnlichen: 1. Magie…..jetzt aber wirklich….3. Teil
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