Zuerst Traumjurten-Blues. Dann nüchtern bewegt sowie poetisch erregt.
Nun sehen Sie es doch ein. Wir konnten wirklich nichts dafür und wir konnten auch nicht anders als wieder einmal ganz genau so wie immer zu handeln. Wir wateten im tiefen Wasser, wir brachten die Schafe zur Schur. Wir fanden uns selbst in den Farben der Natur. Einerlei, nur: Wir mussten wie besinnungslos im Raum des Wissens wandeln.
Wir waren eindeutig im ekstatischen Netz wilder Träume gefangen.
Rückblick auf die Traumjurte 2016.
Zum Ersten:
Traumjurten-Blues
Oh nein, nicht wieder dieser Traum!
Er klebt an mir, ich kann ihn kaum
Noch aus den Ärmeln schütteln.
Auf dem Gewand des Alltags klebt er.
Wie ein Fleck aus Staub und Licht
Klebt er an mir.
Ich will ihn und ich will ihn nicht.
Wer hilft mir, ihn jetzt abzuwerfen?
Komm lies ihn doch dann lässt er ab
Von mir und kann mich weiter nicht mehr nerven.
Er klebt an Dir.
Auf dem Gewand des Alltags klebt er.
Wie ein Fleck aus Staub und Licht.
Vergiss ihn nicht.
Du singst beglückt sobald er Dich
Im Trott des Alltags plötzlich sticht:
Ja ja schon wieder dieser Traum….
Die herausragende und ausgesprochen berührende Musik zu diesem Liedertext müssen wir Ihnen übrigens aus Gründen des Urheberrechts jetzt leider zunächst vorenthalten. Unser chinesischer Musikverleiher weigert sich noch, uns den Stick mit der von ihm geklonten Originalmusik zurückzugeben und behauptet sogar, er hätte die wundersamen Harmonien unseres Liedes in einem früheren Leben alle selbst erfunden.
Zum Zweiten:
Nüchtern bewegt
Ein Abschnitt in der Traumzeit.
Das war die Traumjurte 2016:
Unsere Traumjurte setzte sich wie schon in den Vorjahren üblich wieder aus folgenden köstlichen Zutaten zusammen:
- 35 Stunden Workshop mit den Schwerpunkten Traumkraft, Traumzeit, schamanischer Wachtraum.
- Ein geeigneter Ort, an dem die Arbeit mit dem Traum ungestört stattfinden kann. Wir lassen die Traumhütte, den magischen Kern unserer Traumarbeit, gern in unserer großen Jurte stattfinden.
- Ein angewandtes magisch-kosmisches Konzept der Weltbeschreibung: Der Traum.Die sogenannte Traumhütte ist ein magisches Konstrukt, das es uns ermöglicht, stabile Strukturen in den bewegten Bereich schamanischen Wirkens zu bringen, den wir den Traum nennen.
Dabei setzen wir schamanische Zeitmagie ein.Die Welt und ihre Wirklichkeiten werden grundsätzlich beim schamanischen Träumen als Ansammlung verschiedener Träume betrachtet.
Unser Bewusstsein kann zwischen den einzelnen Träumen wechseln.
Die Träume sind real, mythische Realitäten, und Veränderungen im Traum schaffen eine veränderte Wirklichkeit.
Die Essenz des Traumes, der bilderlose Traum, kann als extrem wandlungsfähige Wesenheit betrachtet werden.
Zugleich stellt diese Essenz, das Aleph, eine Kraft dar, welche jeden Traum als Basis durchzieht.
Traum und Nagual stellen gleichwertige schamanische Konzepte zur umfassenden Beschreibung der Welt dar.
- Eine besondere Beziehung zu den Räumen und Kräften der Feen, auch im Traum.
Der ekstatische Traumbereich der Feenträume stand uns großzügiger Weise weit offen.
- Eine gut durchdachte Zeitstruktur ermöglichte es unseren Teilnehmern und Teilnehmerinnen an den an Arbeitstagen abends stattfindenden Veranstaltungen der Traumjurte teilzunehmen. Am Feiertag sowie Samstag und Sonntag gab es ganztägige Workshops in der Traumjurte.
Die Workshops bildeten auch dieses Mal wieder ein fortlaufendes Traumgeschehen ab, in das man wie in einen Fortsetzungsroman mit abgeschlossenen Teilhandlungen zwischendurch ein- und aussteigen konnte.
Die jeweils vorher stattgefundenen Ereignisse im Traum wurden zu Beginn jeder Sitzung kurz nacherzählt.
Wer an der gesamten Traumjurte teilnehmen konnte, dem wurde allerdings noch ein zusätzliches Feld der Kraft geboten, das sich aus dem zur Gänze selbst erlebten Ablauf des Traumfadens entwickelte.
Zum Dritten:
Poetisch erregt
Archaische Wildheit in den Träumen der Feen
Archaische Wildheit in den Träumen der Feen
Wer von euch kann den silbernen Fluss verstehen,
in dem sich die Schlangen der Traumkraft häuten?
Traumwelten zurück, spring seitwärts ins Glück,
Ja lass Dich ins Ungemach treiben von starkem Verlangen.
Schließlich kannst Du Dir im Herzen dem Anderen gleich
Die Schätze des klingenden Feuers erbeuten.
Und Du ziehst das Schwert der Erkenntnis aus tieferen Seen.
Wer kann mit den Elfen und riesigen Faunen durch dunkle Wälder und
Steinerne Spiegel gehn?
Wer kann zum leuchtenden Stein im Innern der Wahrheit gelangen?
Doch sah ich einst am Wegrand einen Wanderer stehn
Erinnerung weckte sein Lied, und all meine Sinne waren auf einmal vom Laut seiner Stimme umfangen:
Was soll ich tun, hier steh ich nun, ich kann nicht anders als mich wundern, wie wunderbar dies Dasein scheint.
Hier, ganz mit Kraft und Geist vereint, lass ich den Geist, der stets verneint, am Rand des Weges still zurück
und such im Auge des Orkans nach Neuem, Unerhörtem und nach Glück.
Nicht nur für mich und nicht nur für die Anderen.
Ich spür die Kraft mit meinem Geist durchs ganze Universum wandern.
Ich spür den Geist der Kraft um meinen Geist durchs Universum wehen.
Was kümmert mich das Trachten derer, die ganz andere Wege gehen?
Wer wollt mir sagen, wo die schönsten Blumen stehen?
Wer könnte meinen Geist verstehen, wenn er sich nicht bemüht, Verständnis zu erlangen?
Mit diesen Worten ließ er mich im Nebel des Verlangens ganz allein zurück.
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Nur zur Vorsicht: Wenn Sie schon schamanisch tätig sind geben Sie…
Zuerst Traumjurten-Blues. Dann nüchtern bewegt sowie poetisch erregt.



