Back to the roots: Schamanismus pur. Die Begrifflichkeit des Außergewöhnlichen. Diesmal: Warum sprechen wir beim Nagual-Schamanismus eigentlich dauernd von authentischem europäischen Schamanismus? War da denn nicht gerade noch ein Jaguar dabei? Teil 3
Wie habe ich es am Ende des letzten Teils dieses Blogs schon so wunderschön beschrieben:
Selten aber doch geschieht es offenbar, dass die Spirits sich ihren zukünftigen Schamanen direkt erwählen, indem sie ihm einen Zugang zu altem und davor brachliegendem Wissen gewähren, und ihm beim zugegebenermaßen sehr schwierigen Unterfangen, dieses Wissen Stück für Stück wieder zu beleben und in den europäischen Kontext zu integrieren, hilfreich und unterstützend zur Seite stehen.
Das hat vor allem auch den Vorteil, dass der zukünftige von ihnen erwählte Schamane diese Wahl der Geister zumeist auch gut überlebt.
Genau das ist hier im Nagual-Schamanismus geschehen.
Die Kraft der Tradition ist durch den alten Mythos von Jaguar, Adler und Kraftblume, also dem spirituellen Zusammentreffen der Himmels- und Erdenergien im Zeichen der Schlange, im Nagual-Schamanismus wieder voll aktiviert worden.
Dieser ungewöhnliche Zugang zur allgemein menschlichen Tradition des Schamanismus führt zudem dazu, dass das Wissen von den Spirits an die Gegebenheiten unserer Kultur und Zeit angepasst werden kann.
Wir brauchen nicht die Mythen anderer Kulturen oder Völker zu erlernen, um uns der Magie des Tiefenschamanismus in all ihrer Fülle hinzugeben.
Zuweilen werde ich auch mit der Frage konfrontiert, warum ich mich als Begründer des Nagual-Schamanismus bezeichne.
Gab es denn nicht schon längst vor mir andere Nagual-Schamanen?
Als ich den Begriff Nagual-Schamanismus für meine Arbeit wählte, war dieser eigentlich völlig unbekannt. Es gab natürlich den Begriff Nagualismus, der eben solche schamanischen Ansätze umfasste, die sich mit dem Nagual, dem Unfassbaren, intensiv beschäftigten.
Der bekannteste Vertreter des Nagualismus im Westen ist Carlos Castañeda.
Inzwischen scheint sich aber Nagual-Schamanismus schon fast als eine Art von Gattungsnamen zu etablieren.
Vielleicht durch meine Internetpräsenz angeregt, finden sich inzwischen schon andere schamanisch tätige Menschen, die ebenfalls über etwas sprechen, was sie Nagual-Schamanismus nennen.
Ich überlegte mir deshalb bereits, auf Magischen Nagual-Schamanismus als Begriff für meine Arbeit auszuweichen. Mana, magischer Nagual-Schamanismus fände und finde ich zwar als Begriff ganz interessant, weil es die magische Synthese, die unserem Ansatz zu eigen ist, ja fein widerspiegelt.
Einerseits verwende ich nämlich keinerlei fremde Wissensteile, sofern diese zu einer anderen lebendigen Tradition gehören.
Das ist zwar eigentlich selbstverständlich, wird aber auch nicht von allen auf dem Gebiet des Schamanismus Tätigen wirklich eingehalten.
Andererseits ist es ja genau ein Merkmal unseres Nagual-Schamanismus, dass er eben eine gewisse kraftvolle Synthese aus verschiedenen Quellen von Magie und Wissen darstellt.
Dazu erzähle ich Ihnen gern mehr in einem späteren Blog.
Jedenfalls benütze ich den Begriff Nagual-Schamanismus nicht in derselben Bedeutung wie Nagualismus. Ich bezeichne damit bisher im Gegenteil genau meine Arbeit mit dem Nagual und den Geistern der Berge.
Vielleicht werde ich aber in Zukunft einen noch spezielleren Namen finden müssen, um genau unsere Vorgangsweise, den bisher so genannten Nagual-Schamanismus, von allen möglichen Verwechslungen mit anderen mehr oder weniger nagualistischen Ansätzen ein für alle Mal fernzuhalten.
Der zweite und für die Entstehung des Nagual-Schamanismus aber wesentliche Faktor war genau der oben angeführte Einfluss alpiner Naturgeister, also der Berggeister und Feen.
Offenbar muss es sowohl einen lokalen, also einen auf die jeweils vorhandenen räumlichen, zeitlichen und gesellschaftlichen Bedingungen abgestimmten Aspekt im Schamanismus geben, der diesen mit der hier vorhandenen Natur und Wildnis organisch verbindet, sowie einen allgemeinen kosmischen und insofern auch globalen Aspekt.
Der Rest ist dann vielleicht einfach der Humor der Spirits, die es sicherlich genießen, den Jaguar jetzt als kosmisches Prinzip mitten durch die Alpen wandeln zu sehen.
Natürlich könnten Sie als schamanisch vorgebildete Person leicht zur Auffassung gelangen, dass es auf diese Art und Weise nicht möglich sei, die ursprüngliche Tiefe schamanischer Magie und die Kunst schamanischen Wissens wiederzufinden.
Aber es gibt eben zumindest ein Beispiel aus letzter Zeit, dass es genau so wirklich ganz prächtig funktioniert:
Uns Schamanen des Nagual-Schamanismus nämlich.
Magie und Kraft muss allerdings auch demonstrierbar sein, nur dann hat sie reale Bedeutung.
Und genau diese Demonstration vollziehen wir nahezu tagtäglich im Rahmen unserer schamanischen Arbeit mit Gruppen und Einzelnen.
Wie schon eingangs gesagt, sind es eben wir Schamanen, die im Allgemeinen doch recht genau wissen, wer sie eigentlich sind und was sie hier und jetzt denn eigentlich tun.
Wir freuen uns, wenn Sie bei Gelegenheit einmal den Weg zu uns finden, um dadurch, wer weiß, vielleicht schon bald den Weg zu Ihrem eigenen und ganz persönlichen Stil der Kraft zu entdecken.
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Ein Ausschnitt meines Schamanengürtels….
Der schamanische Leckerbissen führt uns seltsamer Weise weiter in dieselbe seltsame Richtung, die wir ja schon zuvor hier eingeschlagen hatten…. Geheimnisse des Unfassbaren, oder auch, wenn Sie so wollen, was vollbracht ist ist vollbracht. Teil 3.


