Back to the roots: Schamanismus pur. Die Begrifflichkeit des Außergewöhnlichen. Nagual, Ekstase, Magie, Spirit – das Heilige und das Profane. Teil 1

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Wir haben uns nun schon über die eine oder andere der Sachen, die hier im Schamanischen Dschungel der Kraft beständig auftauchen, unterhalten.

Das heißt, natürlich nur, wenn Sie als emsiger und ehrlicher Leser meinen Blogs auch von Mal zu Mal gefolgt sein sollten.

Fehlte es Ihnen an Emsigkeit, so dürften Sie wohl ein paar meiner Beiträge versäumt haben.
Fehlte es Ihnen hingegen an Ehrlichkeit, so haben Sie wohl jeweils nur die ersten und letzten beiden Zeilen pro Beitrag gelesen und behaupten nun trotzdem steif und fest, Sie wüssten genau worum es mir hier ginge, wären aber im Großen und Ganzen des Öfteren einfach völlig anderer Ansicht als ich.

In diesem, dem zweiten, Fall, schämen Sie sich bitte ein Weilchen, gehen Sie dann von neuem aber diesmal bitte anständigen Gemüts wieder in sich und beginnen Sie mit einer redlichen und somit Verständnis fördernden Lektüre meiner ja im allgemeinen doch recht faszinierenden Beiträge.

Verständnis fördernd soll hier soviel heißen wie:
Erstens bleibt Ihr Verständnis von Schamanismus und Spirit wirklich mangelhaft, wenn Sie sich bei allem, was Sie lesen, nur auf die ersten und letzten zwei Zeilen beschränken. Zweitens hätten Sie nur dann mein echtes Verständnis für Ihre kritischen Anmerkungen bekommen, wenn Sie auch wirklich geneigt gewesen wären, meine von diesen Ihren Anmerkungen betroffenen Texte auch wirklich zu lesen.

Sie sehen also, es handelt sich bei unserer Verständnisbrücke sogar um ein Gegengeschäft, also um genau so etwas von der Art, wie das, was sich auf amerikanisch in letzter Zeit immer hässlicher als Deal in unsere Sprache einschleichen will.

Der Begriff Deal zielt mir aber doch viel zu viel auf ein amerikanisches Verständnis der Welt ab.

Da bleibe ich jetzt lieber bei der klassisch schamanischen Auffassung.

Die Welt aus schamanischer Sicht ist eine wabernde Wolke der Kraft, wenn Sie so wollen.

Oder ein reiner magischer Fluss, der uns direkt aus dem Fassbaren zurück ins Unfassbare führt, aus dem wir kommen, wir, Sternenstaub aber auch Staub des Nagual, der unfassbaren Dichte der Welt.

Oder eine ekstatische Schwingung des Göttlichen, oder von mir aus, wenn Sie es lieber ohne den Begriff Gott hören oder lesen wollen, eine ekstatische Schwingung des allumfassenden Bewusstseins des Universums.

Oder die Manifestationen des Spirits, der sich, selbst unzerstörbar und unteilbar, trotzdem in viele Flüsse und Orte der Kraft bricht um sich darin selbst immer wieder aufs Neue zu gebären.

Oder die heimliche aber stetige Verbindung von Spirit, Kraft und Magie, die sich zwar jenseits unseres weitest gespannten Verständnisses vollzieht, uns zugleich aber in eben genau dieses Jenseits beständig hinüberzieht.

Sie sehen, es ist ja im Grunde ganz einfach, Magie, Nagual, Spirit und Ekstase zu beschreiben und dabei auch noch zu erklären, was das Universum, ganz im Gegensatz zu der vereinfachenden weil nur Verhaltensweisen beschreibenden Sicht der Wissenschaft, im Kern eigentlich so mehr oder weniger ist und nicht ist.

Allerdings ist diese Beschreibung unvollständig, mangelhaft und ungenau, obwohl sie andererseits schon den Kern der Sache trifft.

Und was noch wesentlicher erscheinen mag, die Beschreibung des Ganzen ist so viel einfacher als die Beschreibung der einzelnen Teile, die, zwar ebenfalls aus diesem Ganzen gegossen, erst als einzelne Aspekte das Unfassbare und Numinose fast schon fassbar und somit für uns scheinbar wirklicher machen.

Wenn wir uns also aus der Beschreibung von Ganzheit in die ganzheitliche Beschreibung einzelner Aspekte des Universums begeben, beginnt sich ein Schleier aus Kraft und Unbestimmbarkeit über unsere weiteren Beschreibungen zu legen. Der macht es zwar nicht unmöglich, mit der Beschreibung fortzufahren, doch mit der großen Einfachheit des Ganzen ist es damit vorbei.

Wir müssen uns dann schon auf die Einfachheit des Wahrhaftigen beziehen, um überhaupt noch von Einfachheit sprechen zu können.

Damit Ihnen diese doch fast schon philosophischen Sätze etwas leichter durch Ihre geistige Kehle fließen, habe ich beschlossen, ein paar meiner weiter oben gerade verwendeten Begriffe sogar zu definieren, oder zumindest, über sie nachzusinnen oder sie vielleicht auch nur mal kurz in Wikipedia nachzuschlagen.

Allerdings müssen Sie jetzt die Auswahl der hier von mir zur Erläuterung vorgeführten Begriffe schon mir überlassen.

Falls Ihnen das nun einen gewissen unleidlichen Schwindel und ein neckisches Prickeln, welches sich über Ihren gesamten Leib zieht, beschert haben sollte, so seien Sie deshalb nicht beunruhigt. Alles befindet sich noch im sogenannten grünen Bereich des sogenannten fast schon oder fast noch Normalen.

Es ist nur die Ohnmacht des Lesers gegenüber dem Autor, die Sie somit gerade erfasst hat.

Da müssen Sie jetzt eben durch.

An dieser Stelle werde ich diesen ersten Teil des neuen Beitrags jetzt wohl enden lassen.

Mehr erfahren Sie also nur wieder etwas später.

Zur Sicherheit habe ich beschlossen, die letzten beiden Sätze dieses Teils meines Blogs am Anfang des nächsten Teils zu wiederholen, damit Sie nur ja nicht im gestreckten Galopp etwa die Orientierung verlieren.

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