Der verletzte Wald. Jetzt wollte ich an dieser Stelle…

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…gerade wieder über die Sache mit der Kraft und so schreiben, aber ich habe gerade gemerkt, dass es vielleicht besser wäre….
….ein paar Worte über das Beitragsbild zu verlieren.
Es erinnert mich nämlich an Klein-Amazonien.

Klein-Amazonien direkt vor meiner Haustüre.

Nein, es gibt da natürlich keine Brandrodung. Aber irgendwer schneidet gewaltige Schneisen und Breschen in den Wald. Wahrscheinlich ist es der Besitzer. Schön ist das nicht. Es erinnert mich eben zuweilen an die Rodung der letzten Urwälder, wenngleich nur im Kleinformat.

Mich als alten Baumliebhaber trifft es aber auf alle Fälle.

Irgendwie beschleicht mich zudem der böse Verdacht, dass es auch sanftere, sowie ökologisch und ästhetisch sinnvollere Wege gäbe, diesen Wald vor meiner Haustüre zu bewirtschaften.

Wahrscheinlich ist dieser hier von mir als solcher empfundene Waldfrevel ja nur der Ausdruck einer bestimmten Einstellung zur Natur.

Diese soll nämlich hierzulande doch vor allem einem Zweck dienen: Profit abzuwerfen.

Ich bin aber wohl selber schuld.

Warum habe ich mein Forsthaus nicht mitten in einem Nationalpark erworben?

Nun ja, es gibt nun mal zwei Gründe, warum mein Haus nicht mitten im Nationalpark steht.
Zum ersten gibt es in einem solchen keine Häuser zu erwerben.

Das ist natürlich ungerecht, wenn es um wahre Schamanen geht.
Einer pro Nationalpark sollte da mindestens zugelassen sein.
Wer soll denn wohl sonst das Gebiet spirituell betreuen?

Aber da haben wir es wieder. Unsere Kultur glaubt nicht mehr an die spirituell lebendige Natur. Statt dessen glaubt sie lieber an die Wissenschaft.

Das führt nun mal dazu, dass manche Wildnisgebiete nur noch von Wissenschaftlern betreten werden können, nicht jedoch von spirituell mit der Natur tief verbundenen Schamanen.

Von mir aus können die Wissenschaftler ja auch gern die Wildnisgebiete untersuchen.

Ich bin da nicht eifersüchtig. Ich meine, wir Schamanen würden sie, solange sie keinen allzu groben Unfug anstellen, durchaus gewähren lassen.

Es ist eben eher umgekehrt. Sie lassen uns nicht. Sehr bedauerlich. Es zeigt wirklich klar die Verblendung unserer ganzen Kultur auf.

Ob das jetzt wohl zusammenhängt, die Wissenschaftsgläubigkeit und der Verlust der Beziehung zur Seele der Wildnis?

Irgendwie hab ich da manchmal so einen leisen Verdacht, der mit den Begriffen des Machbaren, des in immer kleinere Teile Zerlegbaren und mit der Entzauberung der Welt zusammenhängt.

Wie auch immer. Ich konnte zum einen eben keine schamanische Behausung im Nationalpark erwerben.

So oder so ähnlich sähe mein Haus mitten im Nationalpark aus, wären wir Schamanen nur endlich als Wächter der Wildnis allgemein gesellschaftlich anerkannt. Nun ja, wir arbeiten daran. Es kann sich also wohl nur noch um eine Frage von wenigen Jahrzehnten handeln, bis die Gesellschaft den Wert spiritueller Naturbetreuung wieder zur Gänze wahrzunehmen und tief zu schätzen lernt.

Der zweite gute Grund, warum ich nicht ganz in der Wildnis lebe, ist aber auch naheliegend.

Sie würden mich inmitten der Wildnis nur schwer finden.

Das wäre natürlich schon schade. Für Sie wie für mich gleichermaßen.

Abgesehen davon wäre ich selbst in der Wildnis vor der Zerstörung der Wälder auch ganz und gar nicht sicher.

Ja gerade dort ist der Wald vielleicht sogar besonders gefährdet.

Denn genau in den letzten Wildnisgebieten der Erde, ja eben genau dort, wo bisher trotz menschlicher Profitgier noch ein ganz klein wenig von der unberührten und kostbaren wilden Natur weiterleben durfte, holen Gier und Verblendung gerade zu neuem Kahlschlag aus.

Wir sehen es in den Karpaten, in Rumänien, direkt vor unserer Haustüre, genau wie im Amazonas.

Wenn der Mensch seinen Bezug zur Wildnis und zum Urwald verliert, verliert er sich selbst in seiner einzigartigen Ursprünglichkeit.

Unsere Seele braucht Wildnis um zu gedeihen.

Sollten wir einmal all die kostbare unberührte Wildnis vernichtet haben, wird es nämlich nicht einmal mehr das Einzige geben, was uns den Verlust unserer ursprünglichen Seelenkraft dann noch aufzeigen könnte:
Dies Einzige wäre dann nämlich die verlorene unberührte Wildnis selbst gewesen.

Wir wären dann tatsächlich blind inmitten einer uns verschlossenen Welt.

Lassen Sie es also besser gar nicht erst soweit kommen.

Erhalten Sie sich Ihr Menschenrecht auf Urwald.
Sie werden es noch dringend benötigen, um sich bei Gelegenheit an Ihr eigentliches natürliches Dasein zu erinnern, an die wunderbare Heilkraft und Ganzheit Ihrer wilden Seele.

Ausnahmsweise führen wir hier für Sie weiterführende Informationen zum Thema Abholzung, natürlich nicht über die direkt vor meiner Haustüre, sondern über jene viel umfassendere in Rumänien, an.

http://s3.amazonaws.com/environmental-investigation-agency/assets/2015/10/Stealing_the_Last_Forest/EIA_2015_Report_Stealing_the_Last_Forest_DE.pdf

Zu diesem Sachverhalt fand im Übrigen eine Kampagne von #aufstehn statt, an der sich Nagual-Schamanismus gern beteiligt hat.

Die Herausforderung, unsere letzten Urwälder, also die letzten Urwälder unserer Erde, zu bewahren, bleibt jedoch bestehen.

Bleiben Sie also wach und sensibilisieren Sie sich für die Bewahrung des Unersetzlichen!

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