Spieglein Spieglein an der Wand…..diesmal mit Gedicht und sonst von Gennie Pickles

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Spieglein Spieglein an der Wand, sag mir gar, welch hübscher Tand im Reich magischer Handlung steckt.

Welch Wesen hätt ich aufgeweckt

wär zaubernd ich im Kreis gelaufen? Ich könnte mir die Haare raufen,

und dort, wo Wissen sich versteckt, ein wenig mehr davon mir nehmen.

Magie ist nichts für die Bequemen, soviel hab ich schon längst entdeckt.

Doch dass ich sie gleich hier vorfände, das hätte ich mir nicht gedacht.

Schamanen brachten eine Wende und das, was ich zuvor belacht,

erweist sich jetzt mit einem Mal als Zauberquelle ohne Ende.

Dennis Morgain der II.

Hier ein passender Text zu diesem Gedicht von unserer lieben Gennie Pickles:

 

Von der Magie ins Wadel gebissen…

Magie ist immer und überall. Ob man es nun glauben mag oder nicht. Man braucht gar nicht zu versuchen, ihr zu entfliehen. Sie findet einen… Woher ich das weiß? Aus eigener Erfahrung. Ganz unerwartet hat sich die Magie angeschlichen und mich kräftig ins Wadel gebissen. Nicht nur einmal, mehrmals. Und zwar so heftig, dass ich zwischenzeitlich gar nicht mehr wusste, wie mir geschah. Das fühlt sich aber recht gut an…

Nach einigen Jahren schamanischer Ausbildung kann ich sagen: Magie durchströmt unseren Alltag und füllt diesen bis in die letzte Ritze aus. Magie ist quasi die Würze des Lebens, das Sahnehäubchen am Existenzkuchen. Es macht das Leben bunter, deutlicher, klarer, aufregender… ganz besonders, wenn man der Magie die gebührende Aufmerksamkeit widmet.

Dies hier ist zwar nicht Gennie Pickles, aber um ein Haar wäre sie es gewesen oder hätte sie es sein können. Darauf kommt es hier aber gar nicht an. Vielmehr geht es um das Überpersönliche, aus dem dann das eigentlich stimmige Persönliche erwächst. Vor allem im Ritual kann das schon ganz schön deutlich werden.

Obwohl ich anfangs schon recht verwirrt war. Was hat denn Magie mit Schamanismus zu tun? Kraft, Spirit, Natur, Kosmos… diese waren die Begriffe, die ich mit dem Schamanischen in Verbindung brachte. Aber Magie? Das gehörte für mich ins Reich der Phantasie. Oder besser gesagt: Es wurde früh aus meinem Leben verbannt. Das seien ja bloß Hirngespinste, hieß es. Ich solle vernünftig sein, wollte man. Das würde die Menschen irritieren, wurde gemahnt.

Magie ist uns grundlegend gründlich ausgetrieben worden. Zuerst von den Dogmatikern der großen Weltreligionen – allen voran den Katholiken. Dann von den Vertretern der Aufklärung. Schließlich lässt sich so etwas Weiches, Schwammiges, Unbegreifliches und Undefinierbares wie Magie nicht vernünftig und vor allem wissenschaftlich fundiert erklären. Wenn die Katholiken und Aufklärer wüssten, was ihnen da entgeht! Heute weiß ich: Mehr Magie braucht die Welt!

Aber ob sie das aushält?

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