Spieglein Spieglein an der Wand….diesmal von Katharina, direkt aus dem Alltag

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Eigentlich rechne ich mich nicht zu den geistigen „Schreibmaschinen“, den emsigen, eiligen, plötzlich zuschlagenden, fast immer großartigen und zuweilen ganz nüchternen Texterinnen und Textern des Nagual-Schamanismus.

Meine Texte sind nur relativ und nicht absolut, sprich, sie sind an den inneren Ort gebunden, an dem ich grad bin.

Immerhin sind sie in mir innen drin, bevor sie in wilden Worthaufen herauskommen, um ein bisschen im verrückten Topf der Welt umzurühren.

Hab also mal einfach Worthaufen zum Thema „Spieglein, Spieglein, …“ ausgeworfen.

Hier sind sie nun, schwarz auf weiß, grün auf blau, eben ganz wie das übrige Leben, das sich ja auch stark verändert, je nachdem, durch welche Brille man es gerade sieht.

Direkt aus dem Alltag:

Meine Kinder haben so ein Spielzeug, das alles verzerrt nachplappert, was man sagt, und dazu wild den Kopf hin und her wackelt.

Manche von uns legen meiner Meinung nach immer wieder einmal ein ähnliches Verhalten an den Tag.

Sie spiegeln verzerrt, was rund um sie geschieht.
Sie spiegeln verzerrt, was in ihrem Inneren geschieht.
Sie lechzen und gieren nach allem, was Ihnen Kraft verspricht, auch wenn es nicht die Wahrheit ist.

Es ist, als wären sie in einem Spiegelkabinett gefangen als Verzerrungen ihrer selbst. Da sollte mal Musik durchgehen und die verzerrt stecken gebliebene Schwingung wieder lebendig werden lassen.

Dabei wäre das, zu dem wir kommen sollten, ganz einfach. Es ist das Wesentliche. Unser Wesen, das, was wir eigentlich sind. Das steckt ja schon im Begriff des Wesentlichen drinnen.

Wir müssen es also auspacken, wie ein Geschenk, und das Drumherum, das nicht dazugehört, loslassen.

Stattdessen sitzen wir davor und bewundern die Verpackung, weil wir glauben, das ist es bereits. Die Verpackung soll das Wesentliche sein?

Nein, die ist nur die Hülle.
Das Wesentliche ist darin verborgen.

Oft besteht die Verpackung aus einer Verpackung in der Verpackung wie diese russischen Matrjoschka-Puppen.
Dann glauben wir, dass die nächstkleinere Verpackung das ist, was es sein soll, aber auch die ist es immer noch nicht.
So müssen wir immerzu weiter auspacken und loslassen.

Machen wir also unser Wohnzimmer zu einem Ort des Loslassens von Unwesentlichem, um uns im Wesentlichen selbst zu finden.

Die Göttin lacht zu uns herab, weil sie zu gut das Chaos kennt. Sie weiß, dass wir das Chaos lieben, wenn keiner es beim Namen nennt. Sie selbst lebt wohl in allen Welten, aus ihr entspringen Tanz und Glück. Wenn wir uns selbst nicht mehr bedauern so fällt das Glück auf uns zurück.

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