Stormy Monday, Montagskater 4

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Der Kater derzeit in der Südsee. Oja.

Falls Sie jetzt den vorhergehenden Teil des Montagskaterblogs etwa gar nicht gelesen haben sollten, will ich Ihnen hier kurz eine bessere Orientierung zum Folgenden anbieten.

Meine Suche nach dem richtigen Platz für das schamanische Zentrum, das unter dem Namen Europäisches Kraftzentrum für Nagual-Schamanismus und Essenzielle Körpertherapie etwas später sehr berühmt werden sollte, begann mit dem Wurf eines kleinen runden Kieselsteines auf die vor mir liegende Karte Europas. Wie eigentlich ja zu erwarten war, kullerte der Stein über Europa hinaus und landete wahrscheinlich irgendwo in der Südsee.

Worauf ich mich mit Überlegungen zur Errichtung einer überseeischen Kolonie auf einem abgelegenen aber paradiesischen Südseeatoll beschäftigte.
Leider konnte ich diese grandiose Idee aber nicht umgehend verwirklichen.
Unter anderem deshalb nicht, weil die einzige Art und Weise, wie Sie als Interessent dann zu mir gefunden haben hätten können, neben einem garstigen Schiffbruch das wesentlich feinere Überbordgehen mit umgehängtem Rettungsring gewesen wäre.

Das hätte Sie zwar schließlich zum Tiefenschamanismus geführt.
Es wäre aber immer noch recht fraglich gewesen, ob sich, rein mathematisch betrachtet, aus der Menge der Menschen, die zufällig mit großem Glück über Bord eines Luxuskreuzfahrschiffes gehen und auf einer von gesellschaftlich nahezu ausgestiegenen Schamanen bewohnten paradiesischen Südseeinsel stranden, und jener anderen Menge von Menschen, die sich zielgerichtet für Schamanismus der Extraklasse interessieren, auch eine gewisse relevante Schnittmenge beider Mengen ergäbe.

Sie verstehen schon.
Die Einen fallen über Bord, die Anderen interessieren sich für Schamanismus.
Das sind wahrscheinlich aber eben nicht Dieselben.

Obwohl, und an dieser Stelle schloss der letzte Montagsblog ab, außergewöhnliche und lebensbedrohliche Erfahrungen schon auch häufig zu einer umfassenden spirituellen Bereitschaft des gerade Betroffenen führen.

Leider verschwindet diese Bereitschaft häufig mit dem Nachlassen jener äußeren Umstände wieder, die eben genau diese umfassende Bereitschaft, also eine Art spiritueller Öffnung oder religiöser Gläubigkeit, ausgelöst hatten.

Einfach gesagt: Ist die Gefahr vorbei, wird die spirituelle Offenheit wieder zur Seite gestellt.

Wobei das naturgemäß den Umstand völlig außer Acht lässt, dass wir allezeit vom umfassenden und ehrfurchterzeugenden Wirken des universellen Geistes, von der Kraft der Natur und dem Wesen des Todes umgeben sind. Aber wir können es eben besser verdrängen, wenn es sich nicht ganz so deutlich aufdrängt.
Ich habe jedenfalls auch in den Bergen immer wieder die Erfahrung gemacht, dass bestimmte Situationen aus Ungläubigen plötzlich Gläubige machen können.

Obwohl das ja eigentlich gar nicht Sinn und Zweck dieser Sache mit dem Spirit ist.

Spiritualität sollte eigentlich schon davor für Sie eine tiefe Bedeutung besitzen, und nicht erst durch die äußeren Umstände Ihrer Begegnung mit der Natur zutage treten.
Finden Sie nicht auch?

Wie auch immer.
Die Insel konnte ich schließlich schon deshalb nicht als Ort für das Zentrum aussuchen, weil ich dann viel zu weite Wege zu den alpinen Feen in Kauf hätte nehmen müssen.

Außerdem fand ich auch, dass hierzulande schon genug traurige Relikte der Vergangenheit existieren, mit denen wir uns immer wieder herumschlagen müssen. Eine weitere von mir verursachte koloniale Krise der Republik Österreich wollte ich nicht riskieren.

Und schließlich bin ich leider auch ziemlich wasserscheu.

Ich meine, für Duschen, Baden und kurze Abkühlungen im Meer reicht meine Wasserliebe aus. Aber längere Aufenthalte im unheimlichen Nass versuche ich nach Möglichkeit zu vermeiden.
Da bot sich dann doch eher ein alpin angehauchter Platz für meinen Schamanismus an.

Also nahm ich einen Dartpfeil zur Hand.
So etwas kennen Sie sicher von zuhause. Oder aus dem Fernsehen.
Es handelt sich dabei um einen kleinen oft aus Stahl bestehenden Pfeil, zumeist mit irgendeiner Art von künstlichen oder natürlichen Federn am hinteren Ende desselben, und einer mehr oder weniger spitzen Spitze am vorderen Ende, also seinem Anfang, versehen. Damit warf ich nach der Karte. Ich hielt den Atem an. Europa würde ich jetzt wohl kaum noch verfehlen können. Und dann sah ich es….

Lesen Sie weiter über den Montagskater und die Entstehung des schamanischen Zentrums im nächsten Teil dieses Blogs….

Ps:::Die Federn auf dem Ende meines Dartpfeiles bestanden natürlich nicht aus Gummi oder Plastik. Nein, es waren echte Adlerflaumfedern, die hier ihre entsprechende schamanische Verwendung finden sollten. Oder hätten Sie sich von mir, dem Schamanen Ihres Vertrauens, etwa etwas Anderes gedacht?

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