Der schamanische Leckerbissen zum Thema Essenz und Charakter. Ein Ausschnitt aus meinem Buch mit demselben Titel. Teil 1.

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Auch diesmal darf ich Sie mit einem Ausschnitt aus meinem bereits erschienen Buch Essenz und Charakter verwöhnen.

Hier in diesem Kapitel geht es gleich einmal zur Sache, denn es heißt ebenfalls Essenz und Charakter. Das ist jetzt allerdings kein Déjà-vu, obwohl dieses in der Folge ebenfalls in diesem Text vorzukommen pflegt…..

 

Wenn ich darüber nachdenke, was ich bei der Arbeit mit Menschen eigentlich vorrangig vermitteln möchte, fallen mir diese beiden Begriffe ein: Essenz und Charakter.

Nun, das stimmt so vielleicht nicht ganz genau.

Es geht dabei nämlich weniger darum, was ich Ihnen bewusst zu vermitteln trachte.

Sondern darum, was sich, wenn ich die Entwicklung meiner Arbeit über viele Jahre hinweg anschaue, mehr und mehr als grundlegender Zug meines Tuns herauskristallisiert hat.

Über die Essenz haben wir in diesem Buch schon etwas ausführlicher gesprochen.

Der Charakter fehlt noch.

Ich meine jetzt nicht etwa, dass es Ihnen oder mir an Charakter fehlte oder mangelte.

Bei mir ist das Vorhandensein von Charakter ohnehin wohl keine Frage.

Und bei Ihnen sind zumindest der Erwerb dieses Buches und Ihr Bemühen, sich durch all seine Fallstricke und labyrinthischen Windungen an den wirklich köstlichen und lehrreichen Kern seiner Frucht hindurch- und heran zu lesen, doch ein gewisses Anzeichen charakterlicher Stärke und Eignung für das Wahre und Einzigartige.

Sie erkennen es ja zumindest jetzt schon einmal, wenn Sie es so unverblümt wie in meinem fantastischen Buch direkt vor sich sehen.

Das ist, soweit ich sehen kann – und ich kann ja im Normalfall sehr weit sehen das dürfen Sie mir hier ruhig glauben – schon einmal ein Anfang.

Weit sehen ist für mich ja tatsächlich kein Problem.

Nur beim Kurzsehen sieht es viel düsterer aus.

Da brauche ich doch glatt seit ein paar Jahren eine Lesebrille. Schande aber auch.

Schamanen in grauer Vorzeit trugen doch wohl keine.

Allerdings waren Sie zumeist auch Analphabeten und besaßen dafür zum Ausgleich wie unter schriftlosen Gelehrten üblich ein für uns unvorstellbar gutes Gedächtnis.

Ich hingegen habe jetzt diese Brille am Hals, na eigentlich eher auf der Nase, und zusätzlich lässt auch das Gedächtnis manchmal schon zu wünschen übrig.

Aber wieder nur das Kurze, das Kurzzeitgedächtnis also.

Im Langzeitgedächtnis bin ich ein wahrer Elefant auf zwei Beinen.

Falls Ihnen übrigens die Bilder in diesem Kapitel entweder jetzt schon bekannt vorkommen oder an späterer Stelle dieses Buches noch bekannt vorkommen werden, kann ich Sie beruhigen:

Sie leiden weder an einer Sinnestäuschung noch am Déjà-vu permanent, dem ununterbrochen auftretenden – ja was eigentlich – … kleines Stoßgebet zu einer guten Bekannten, die hilft uns jetzt wie immer gleich, weil sie wirklich Alles weißt, und Wikipedia sie heißt.

Déjà-vu

Als Déjà-vu [deʒaˈvy] (frz. „schon gesehen“) bezeichnet man ein psychologisches Phänomen (psychopathologische Bezeichnung: qualitative Gedächtnisstörung), das sich in dem Gefühl äußert, eine neue Situation schon einmal erlebt, gesehen, aber nicht geträumt zu haben.

Weitere Bezeichnungen für dieses Erlebnis sind Erinnerungstäuschung (Sander), identifizierende Erinnerungsfälschung (Kraeppelin), Bekanntheitstäuschung,_Fausse reconnaissance  [fos ʀəkɔnɛˈsɑ̃s] (frz. „falsches Wiedererkennen“), Déjà-entendu-Phänomen [deʒa_ɑ̃tɑ̃ˈdy] bzw. Déjà-écouté- Phänomen (frz. „schon gehört“) oder Déjà-vécu -Erlebnis [deʒa_veˈky] (frz. „schon erlebt“).
Ein Déjà-vu tritt beim gesunden Menschen vereinzelt spontan, im Zustand der Erschöpfung oder bei Vergiftungen (vor allem mit Nervengiften wie Ethanol oder halluzinogenen Drogen) gehäuft auf. Als Begleiterscheinung von Neurosen, Psychosen oder organischen Hirnerkrankungen, vor allem des Temporallappens, können Déjà-vu-Erlebnisse ebenfalls gehäuft auftreten. Nach Umfragen hatten 50 bis 90 Prozent aller Menschen mindestens einmal ein Déjà-vu-Erlebnis, vergessen aber meist nach einer gewissen Zeit, wo und wann es zuletzt auftrat.

Das Gegenteil des Déjà-vu-Erlebnisses, das Gefühl von Fremdheit in einer vertrauten Umgebung, heißt Jamais-vu-Erlebnis [ʒamɛˈvy] (frz. „nie gesehen“) und kann unter ähnlichen Umständen auftreten.

Na, was meinen Sie? Das war doch jetzt wirklich sehr informativ. Erstens liebe ich ja psychologische Phänomene. Psychologisches Phänomen, wie das allein schon klingt. Irgendwie erhaben, finden Sie nicht?

Zweitens wusste ich gar nicht, dass die gute alte Dame Déjà-vu so viele Schwestern hat. Wirklich eine ganz außergewöhnliche und interessante Familie, was meinen Sie?

Déjà-vu permanent. Das wäre wohl die Schlimmste von Ihnen. Ein ununterbrochenes Déjà-vu.

Glücklicher Weise habe ich diese grässliche Person aber nur hier gerade für Sie erfunden.

Sonst tritt sie meines Erachtens nur in Filmen mit Titeln wie „Täglich grüßt das Murmeltier“ auf.

Und dort kann sie jetzt von mir aus auch gerne bleiben.

Stellen Sie sich das doch nur einmal vor, wenn sich diese grimmige Dame plötzlich ganz unerwartet in Ihr Leben einschliche.

Oder nein, stellen Sie es sich besser erst gar nicht vor.

Das beunruhigt Sie sonst vielleicht noch.

Lassen Sie uns den zweiten Teil dieses Ausschnitts gleich einmal auf das Erscheinen des nächsten Leckerbissens verschieben. Zuviel Charakter auf einmal kann sonst wirklich ermüden….

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